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Fachverband legt Zahlen vor

Deutscher Batteriemarkt im Aufwärtstrend

| Redakteur: Alexander Stark

Der Fachverband Batterien im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, verzeichnet sehr hohe Importzahlen von Lithium-Ionen-Zellen. Doch auch der Markt für Bleibatterien wächst stetig, gab der Verband bekannt.

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Die Produktion von Batterien in Deutschland wuchs zwischen 2016 und 2018 um über 12 %.
Die Produktion von Batterien in Deutschland wuchs zwischen 2016 und 2018 um über 12 %.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Frankfurt am Main; Berlin – Seit 2016 ist der deutsche Batteriemarkt um knapp 420 Millionen Euro (+15 %) auf insgesamt 3,3 Milliarden Euro Ende 2018 gewachsen. Zwischen 2013 und 2018 hat der Markt um 69 % zugelegt. Die Volumina der Märkte für Lithium-Ionen-Batterien (1,19 Milliarden Euro), Bleibatterien (1,08 Milliarden Euro) und sonstige Technologien (1 Milliarden Euro) – darunter Zink-Luft, Lithium-Knopfzellen und Nickel-Cadmium – zeigen, wie stark nachgefragt die verschiedenen Technologien sind.

Treiber der hohen Nachfrage sind die von der Politik formulierten Klimaziele. Batterien gewinnen bei der Elektrifizierung der Mobilität und der Speicherung erneuerbarer Energien zunehmend an Bedeutung. So verfügen rein elektrisch betriebene Fahrzeuge in der Regel sowohl über eine Lithium-Ionen-Batterie als auch über eine Bleibatterie. Batterien bieten zudem Speichermöglichkeiten für Energie und stabilisieren die Stromnetze, argumentiert der ZVEI. Als Schlüsseltechnologie seien Batterien für die Minderung der Treibhausgase im europäischen Energiesystem essenziell.

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Das Marktvolumen von Lithium-Ionen-Batterien hat sich seit 2013 mehr als versechsfacht, was vor allem auf das hohe Wachstum der Importe nach Deutschland zurückzuführen ist. Das Importvolumen von Lithium-Ionen-Zellen und -Batterien war 2018 demnach mehr als viermal so groß wie 2013. Allerdings werden die Zellen aus Asien erst in Deutschland zu fertigen Batterien konfektioniert. Das Know-how sei hierzulande vorhanden, betonte Christian Eckert, Geschäftsführer des Fachverbands Batterien im ZVEI.

Die Produktion von Batterien in Deutschland wuchs zwischen 2016 und 2018 um über 250 Millionen Euro auf knapp 2,4 Milliarden Euro, was einer Steigerung von über 12 % entspricht. Der Export von Batterien ist im Jahr 2018 auf 3,3 Milliarden Euro angewachsen. Lithium-Ionen-Batterien waren im Zeitraum von 2016 bis 2018 für zwei Drittel des Exportwachstums aller Batteriesysteme verantwortlich, doch mit einem Volumen von knapp 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2018 war die Bleibatterie weiterhin das stärkste Batterie-Exportgut.

Die Zahl der Beschäftigten in der Batterieindustrie hat sich seit 2016 um 9 % auf über 8700 Mitarbeiter erhöht. Bei den Auftragseingängen konnte die Branche 2018 ein Plus von 15 % gegenüber 2016 erzielen.

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