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Intandhaltung und Turnaround Der Tag, an dem die Raffinerie stillstand

| Redakteur: Dominik Stephan

Fitnessprogramm für die Anlage: Im Turnaround muss jeder Handgriff sitzen – Wenn eine „ewige“ Flamme für eine Weile erlischt, ist Großes im Gang: Ein Raffineriestillstand fordert Betreiber, Dienstleister und Planer aufs Äußerste. Wenn die Produktion stillsteht, fängt für über 800 Spezialisten die Arbeit erst richtig an.

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Bilfinger ist Spezialist für Generalrevisionen von großen Industrieanlagen. Foto: Bilfinger.
Bilfinger ist Spezialist für Generalrevisionen von großen Industrieanlagen. Foto: Bilfinger.
(Bild: Bilfinger)

Es ist ein Labyrinth aus sich endlos windenden Rohren, hohen Schornsteinen und verflochtenen Strukturen, durch das sich die Arbeiter mit blauen Helmen und blauen Schutzanzügen sicher ihren Weg bahnen. Sie schrauben an Ventilen, verschweißen Rohre und bauen Gerüste. Sogar auf Fahrrädern sind sie unterwegs, um schneller ans Ziel zu kommen.

Die Total Raffinerie Mitteldeutschland ist mit ihren 320 Hektar so groß wie 500 Fußballfelder. Schon von Weitem ist sie zu sehen und über allem thront der 140 Meter hohe Fackelturm, dessen Flamme Tag und Nacht brennt. Die Raffinerie scheint eine eigene Welt zu sein. Tatsächlich ist die Raffinerie Mitteldeutschland eine der modernsten Industrieanlagen Europas. Sie stellt u.a. Benzin, Heizöl, Flüssiggas, Diesel und Methanol her – Stoffe, auf die die Wirtschaft nicht verzichten kann. Dass der Betrieb und die Instandhaltung einer so großen Anlage nicht einfach sind, kann man auf den ersten Blick erkennen.