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Dichtungen: VDI-Richtlinie 2290

Dauerhaft dicht – Weniger Stillstand durch dichte Flansche

| Autor / Redakteur: Ralf Kulessa / Wolfgang Ernhofer

Bei der VDI 2290 sind Berechnungen für das gesamte Dichtungssystem gefordert, also von Flansch, Schrauben und Dichtung. Denn eine Dichtung alleine ist weder dicht noch undicht, es kommt auf die Anwendung an.
Bei der VDI 2290 sind Berechnungen für das gesamte Dichtungssystem gefordert, also von Flansch, Schrauben und Dichtung. Denn eine Dichtung alleine ist weder dicht noch undicht, es kommt auf die Anwendung an. (Bild: Bilder: © zorandim75 - Fotolia.com; Garlock)

Für viel Verunsicherung in der Branche hat die VDI-Richtlinie 2290 gesorgt, die seit Juli 2012 Teil des Bundesimmissionsschutzgesetzes ist. Was für viele Betreiber Neuland ist: Entsprechend zertifizierte Dichtungen haben zwar die Materialprüfung bestanden, über das Verhalten bei der Anwendung sagt das allerdings nichts aus.

Bei der nicht korrekten Montage von Flanschverbindungen lauern große Gefahren für Anlagenbetreiber. Die beste Dichtung nützt nichts, wenn sie nicht regelkonform verarbeitet wird. In der VDI-Richtlinie 2290 wurden wesentlich höhere Anforderungen an die Dichtigkeit von allen metallischen Flanschverbindungen in Rohrleitungen für kritische Medien (TA-Luft) mit einer maximalen Betriebstemperatur von 400 °C formuliert. Mit dem Resultat, dass die zulässigen diffusen Emissionen bei einer Flanschverbindung um eine Zehnerpotenz verringert wurden. Ziel ist es, so die Umwelt zu schonen und die Produktion zu sichern.

Auf den ersten Blick führen die Auflagen der VDI 2290 zu höheren Kosten für die Anlagenbetreiber, da nun ein scheinbarer Mehraufwand für Berechnungen und Monteure entsteht. Auf lange Sicht können sich so jedoch die Betriebskosten signifikant reduzieren, so die Erfahrung von Garlock, Anbieter von technischen Dichtungen.

Nachweispflicht in der VDI 2290

Erstmals werden in der VDI 2290 Flanschverbindungen als gesamtes System betrachtet. Es reicht nicht mehr, die Hochwertigkeit einer Dichtung allein nachzuweisen, wie dies bislang durch ein Erfüllen der TA-Luft-Prüfung geschehen ist, sondern es ist nachzuweisen, dass zum einen die Mindestflächenpressungen im Einbau- und Betriebszustand sowie die zulässigen Spannungen aller Bauteile der Flanschverbindung eingehalten werden.

Damit dieser Nachweis geführt werden kann, müssen u.a. die Schrauben und deren Anzugsmoment sowie Materialveränderungen des Gesamtsystems bei der jeweiligen Betriebstemperatur und dem Betriebsdruck berechnet werden – nicht nur bei Neuinstallationen, sondern immer dann, wenn ein alter Flansch im Rahmen einer Revision geöffnet wird. Dafür stehen nur wenige zulässige Berechnungsverfahren zur Verfügung.

Garlock bietet deswegen Berechnungen nach DIN EN 1591-1 als Dienstleistung an. Die normengerechte Vorgehensweise bietet den Anwendern eine hohe Rechtssicherheit. Die Dokumentation beinhaltet einen Nachweis des Einhaltens der vorgeschriebenen Dichtheitsklasse unter Anwendung eines spezifischen Anzugsmomentes gemäß der VDI 2290. Damit kann der Nachweis der dauerhaften technischen Dichtheit geführt werden.

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