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Digitalisierung

Datendurchgängigkeit über alle Lebenszyklus-Phasen hindurch

| Autor/ Redakteur: Sabine Mühlenkamp* / Matthias Back

Dank Digitalisierung soll die Transparenz und die Sicherheit in den Anlagen der Prozessindustrie erhöht werden. Nur so lassen sich neue Produkte schneller in den Markt bringen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Portfolio auf diese neuen Aufgaben abgestimmt ist und das Zusammenspiel stimmt.

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Gasanalysatoren tragen zu mehr Nachhaltigkeit durch Reduzierung von Emissionen und durch Prozessoptimierung beim Rohstoffeinsatz bei.
Gasanalysatoren tragen zu mehr Nachhaltigkeit durch Reduzierung von Emissionen und durch Prozessoptimierung beim Rohstoffeinsatz bei.
( Bild: Siemens )

Ohne Frage, die Prozessindustrie verlässt sich in weiten Teilen immer noch lieber auf 4...20 mA, statt auf die digitale Technik zurück zu greifen. Damit verbaut sie sich jedoch unter Umständen viele Chancen, wenn man etwa an die weitaus höhere Präzision von Messwerten oder den bidirektionalen Zugriff auf Feldgeräte denkt. Für Siemens jedenfalls führt kein Weg an der Digitalisierung vorbei, wie das Unternehmen anlässlich einer Presseveranstaltung deutlich klar stellte. Das Siemens-Motto zur Achema lautet: „From Integrated Engineering to Integrated Operation – Discover the Potential of Digitalization“.

Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation, Siemens
Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation, Siemens
( Bild: Mühlenkamp )

„Digitalisierung ermöglicht die Integration einzelner Prozessschritte über den gesamten Anlagenzyklus – vom Engineering und Betrieb bis hin zur laufenden Optimierung“, erklärte Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation und Standleiter des Siemens-Messestands. So bietet Siemens Datendurchgängigkeit über alle Lebenszyklus-Phasen: Vom Engineering mit dem CAE-Tool Comos über die Inbetriebsetzung mit der Simulationsplattform Simit bis zum laufenden Betrieb mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7 und XHQ Operations Intelligence für Unternehmensentscheidungen in Echtzeit.

Praxistest am Achema-Stand möglich

Wie das in der Praxis aussieht, sollen zwei Exponate am Messestand zeigen: Für die Pharmaindustrie zeigt eine modulare Chem-API-Batch-Anlage das nahtlose Zusammenspiel von Engineering und Produktionsplanungssoftware mit Automatisierungssystemen und Prozessinstrumenten in Hygieneausführung. Zu den Besonderheiten gehört der Einsatz einer neuen Paperless-Manufacturing-Lösung: Die Produktionsdaten werden dabei elektronisch erfasst und dokumentiert. Dies beschleunigt die Ausführung, Überprüfung und Freigabe von pharmazeutischen Produktionsprozessen und Chargenprotokollen erheblich.

Auch das zweite Highlight-Modell, eine Separationskolonne aus der chemischen Produktion, veranschaulicht den Vorteil einer durchgehenden Datenkommunikation. Diese ermöglicht nicht nur die Optimierung der Produktion, sondern erhöht auch die Anlagenverfügbarkeit und Prozesssicherheit durch Redundanz-Konzepte und integrierte Safety-Funktionen. Dabei bleibt Siemens realistisch. „Bei installierten Anlagen muss man sich natürlich die Frage stellen, wie viel Aufwand sinnvoll ist, um eine höhere Digitalisierung zu erreichen“, so Eberle.

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