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Temperaturmesstechnik

Das richtige Thermometer für meinen Prozess – Mit diesen Tipps finden Sie es

| Autor/ Redakteur: Jochen Gries, Jonas Busch* / Anke Geipel-Kern

Kriterien zur Auswahl einer geeigneten elektrischen Temperaturmessstelle: Die Temperatur ist eine der wichtigsten Messgrößen eines Prozessmediums und wird überwiegend mit elektrischen Thermometern überwacht. Doch so einfach die Aufgabe auch klingt: Bei der Auswahl des passenden Messfühlers ist Know-how gefragt.

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Die Qual der Wahl
Die Qual der Wahl
(Bild: Wika / © iStockphoto.com )

In der Industrie wird größtenteils die berührende Messmethode mit Widerstandsthermometern und Thermoelementen angewandt, weshalb der Fokus des Beitrags auf diesen beiden Gerätearten liegt. Widerstandsthermometer arbeiten in der Regel mit Platinsensoren, z.B. Pt 100 oder Pt 1000. Das Metallmaterial ist dabei als Draht in einem Keramikkörper eingebettet oder als Schicht auf einem Keramiksubstrat aufgebracht. Zur Temperaturmessung wird der elektrische Widerstand des Platinsensors ermittelt. Dessen Wert verändert sich gemäß definierter Kennlinienverläufe, beispielsweise nach IEC 60751, in Abhängigkeit von der Temperatur und entspricht einem absoluten Temperaturwert.

Ein Thermoelement besteht aus zwei Leitern unterschiedlicher Metalle, die zu einem Thermopaar verbunden sind. Kommt es entlang der beiden Stränge zu einer Temperaturdifferenz, so entsteht eine thermoelektrische Spannung zwischen den beiden Schenkeln (Seebeck-Effekt). Diese kann an den Enden der metallischen Leiter gemessen werden und liegt im Bereich einiger µV pro einem Grad Celsius. Die Spannung entspricht einem relativen Temperaturwert bezogen auf die Vergleichsstellentemperatur.