Außenreinigungsmaschine Damit Vials wirklich sauber sind

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Nach der Gefriertrocknung und oder der Sterilabfüllung von Parenteralia müssen mögliche Kontaminationen von den Vials entfernt werden. Eine neue Außenreinigungsmaschine beseitigt dank eines neuen Reinigungskonzepts Rückstände vollständig und ist zudem flexibel auf verschiedene Objektgrößen umstellbar.

Firmen zum Thema

Außenreinigung von Vials
Außenreinigung von Vials
(Bild: Bausch+Ströbel)

Das Berühren oder gar Einatmen hochwirksamer Arzneimittel kann schon in geringen Mengen gesundheitsgefährdende Auswirkungen haben. Wichtig ist es deshalb, mögliche Verunreinigungen an der Außenseite von Vials nach dem Dosier- oder Gefriertrocknungsprozess schnell und schonend zu entfernen. Hier hat B+S nun mit der ARM 10600 eine neue Außenreinigungsmaschine entwickelt. Die Maschine verfüge über ein neues Reinigungssystem und ein Maschinendesign, das es erlaube, die Produktion schnell auf andere Objektgrößen oder Reinigungsanforderungen umzustellen, hebt der Hersteller hervor.

Auch um die Ecke reinigen geht

Kernstück der flexiblen Anlage, die bis zu 12000 Objekte pro Stunde verarbeiten kann, ist die neu entwickelte Reinigungsstation. Speziell entwickelte Ringdüsen stellen eine 360-Grad-Reinigung jedes Objekts sicher. Gereinigt werden kann im Nieder- oder Hochdruckbereich, je nach Anwendungsfall ist dies individuell wählbar. Das Reinigungsverfahren stellt sicher, dass eine größtmögliche Fläche – inklusive Boden – gereinigt wird – ohne dass dadurch Feuchtigkeit unter die Bördelkappe oder gar in das Objekt gelangen kann. Erreicht wird dies durch objektgenaues Abdichten oder Abschirmen der Bördelkappe (hier sind zwei Verfahren wählbar, abhängig davon, ob mit Hoch- oder Niedrigdruck gereinigt wird) und durch hochpräzise Einstellung von Sprühstärke und Bewegung der Ringdüsen – auch diese Prozesse sind ganz individuell einstellbar auf den jeweiligen Anwendungsfall. Im Anschluss daran durchlaufen die Vials noch einem ebenfalls individuell angepassten Trocknungsprozess. Das Reinigungsergebnis ist in jedem Fall validierbar.

Großen Wert legten die Entwickler auch auf Hygienic Design. Sowohl das abgespülte Produkt als auch das Reinigungswasser werden sicher und verlässlich aus der Anlage geführt, außerdem sei die gesamte Anlage äußerst einfach zu reinigen, Anhaftungen von Verschmutzungen werden vermieden, erklärt Bausch+Ströbel.

Den Objekttransport übernimmt ein Magnetsystem. Nur wenige Formatteile sind erforderlich, um die Anlage schnell auf eine andere Objektgröße umzustellen. Individuell angetriebene Greifer ermöglichen eine hohe Flexibilität, so kann ein Leerstellenausgleich realisiert werden, ohne dass vorgeschaltete Maschinen verlangsamt werden. Auch eine Re-Wash-Funktion ist anwählbar (etwa bei Druckausfall), außerdem lassen sich die Greifer einfach vor und zurück bewegen, etwa, um die Reinigungsstation selbst reinigen zu können.

Der Gesundheitsschutz von Bedienern und Anwendern ist natürlich wichtigstes Ziel der Außenreinigung. Sinnvoll ist die Außenreinigung aber auch im Hinblick auf Prozesssicherheit, etwa, weil nachfolgendes Equipment geschützt wird. Und auch kosmetische und ästhetische Aspekte spielen im Zusammenhang mit der Produktqualität eine Rolle.

Mit der ARM 10600 stellt Bausch+Ströbel nun eine hocheffiziente Reinigungsmaschine zur Verfügung, die schnell auf andere Objektgrößen oder Reinigungsanforderungen umgestellt werden kann – und das in zwei Varianten: zu einen die kostengünstige und schnell lieferbare Grundversion für einfachere Reinigungsprozesse, zum anderen einer Ausführung, die höchsten Ansprüchen bei der Verarbeitung von toxischen und hochpotenten Stoffen bietet. Beide Varianten können sowohl als Stand-Alone Maschine als auch in Verbindung mit Vor- oder nachgelagerten Anlagen genutzt werden. Hier ist die neue Außenreinigungsmaschine perfekt kombinierbar mit den flexiblen Produktionssystemen Variosys und Combisys. | Bausch+Ströbel

(ID:47436575)