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Beladetechnik

CQL-System ermöglicht kostengünstige Containerbefüllung mit Schüttgütern

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Die Beladeeinheit passt auf einen Standard-Pkw-Anhänger und kann daher von mehreren Standorten genutzt werden.
Die Beladeeinheit passt auf einen Standard-Pkw-Anhänger und kann daher von mehreren Standorten genutzt werden. (Bild: HVD Group)

Mobiler, leichter, flexibler und bedienungsfreundlich – das sind Anforderungen, die vor allem von Produzenten von Massenprodukten gestellt werden. Dies hat zur Entwicklung einer neuen Beladetechnik geführt, die vor allem eine kostengünstige Variante für kleinere Warenströme darstellt. Dabei basiert das CQL (Container Quick Load)-System auf der Siloadmaxx-Technologie, ein patentiertes System zur Containerbefüllung mit Schüttgütern.

Herr Hanses, Siloadmaxx ist seit zehn Jahren erfolgreich in der Beladetechnik schwierigster Produkte in ISO-Standardcontainer mit hochentwickelten Maschinen. Was bewegte Sie zur Entwicklung des CQL (Container Quick Load) auf einem selbstfahrenden Pkw-Anhänger?

Hanses: Immer schwierigere Anforderungen wie Bisphenole, Carbon Black, Titandioxide, PVB-Pulver sowie Lebensmittel haben unsere Siloadmax-Verlademaschine mittlerweile zu einem Hightech-Produkt entwickelt. In schwierigen Märkten und hohen Tonnagen hat dies auch seine Berechtigung. Hier ist ein besonderes Know-how vonnöten, um z.B. explosive, hormonverändernde sowie hochreine Produkte in einem geschlossenen Kreislauf zu be- und entladen. Diesen Anspruch haben z.B. die Zement-, Zucker-, Mineralienindustrie sowie die Hersteller der meisten staubigen Produkte nicht. Dort werden die Anforderungen leichter, günstiger und flexibler zu Verladen gestellt. Aus diesen Überlegungen heraus entstand der Siloadmaxx CQL (Container Quick Load), quasi der VW Golf in der Siloadmaxx-Produktpalette. Mit diesem Produkt setzen wir gezielt auf den Massenmarkt.

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Was unterscheidet das neue System von Hochleistungs-Lademaschinen?

Hanses: Das Siloadmaxx CQL ist ausschließlich für die Beladung von 20‘ ISO-Standardcontainern geeignet. Es ist auf einem Pkw-Anhänger verbaut, der auf Kundenwunsch mit einem Mover ausgestattet ist. Diese Technik lässt die Bedienung durch den Fahrer des Lkw zu. Er fährt den selbstfahrenden Hänger elektrisch angetrieben unter die Hochsiloanlage und dockt seinen Container an: Liner anbinden, Stecker rein und die Beladung kann beginnen!

Das würde bedeuten, dass kein zusätzliches Personal zum Verpacken Ihrer 25 Tonnen-Pakete nötig ist?

Hanses: Diesen Vorgang praktizieren wir heute schon mit unserem geschultem Fahrpersonal. Im Industriepark Höchst betreiben wir Anlagen, die durch Fahrer und Leitstand gesteuert den Befüllprozess in die Container automatisch durchführen. Das Siloadmaxx CQL ist von seiner Bedienbarkeit so einfach gehalten, dass der Fahrer nach drei Beladungen unter Aufsicht das System beherrscht.

Wo liegen die Vorteile gegenüber anderen Systemen, z. B. einer Wurfbandbeladung?

Hanses: Die größten Vorteile sehe ich in dem geschlossenem Verfahren. Der Anschluss zum Liner ist mit der Förderleitung sowie Absaugung luftdicht verbunden. Nur so können wir höchste Ansprüche, wie Atex-Anforderungen, staubfreie Verladungen oder Reinheit bei der Verladung von Lebensmitteln oder hochreinen Granulaten gewährleisten. Bei der Beladung von Zucker wird etwa der Eintrag von Ungeziefer während der Verladung ausgeschlossen. Zudem ist die hohe Mobilität ein weiterer Vorteil. Das Siloadmaxx CQL lässt sich auf einem Pkw-Anhänger verbauen, sodass das System jederzeit verlagert werden kann. Somit hat der Kunde den Vorteil, die Maschine zu mehreren Verladestandorten kostengünstig zu befördern. Durch den Ein-Mann-Betrieb zur Verladung von 25 Tonnen pro Container sehen wir gigantische Einsparungen in Payload-Handlingschritten sowie in der Prozessgeschwindigkeit zur verpackten Ware.

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