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Standortsicherung Covestro-Vorstand und Betriebsrat einigen sich auf sozialverträglichen Personalabbau

| Redakteur: Alexander Stark

Der Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Covestro haben ein breites Maßnahmenbündel vereinbart, das die Beschäftigung an den deutschen Standorten langfristig sichern soll. Im Rahmen der „Gesamtbetriebsvereinbarung Zukunftssicherung“ verzichtet Covestro weiterhin freiwillig auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis Ende 2025.

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Der Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Covestro haben ein breites Maßnahmenbündel vereinbart, das die Beschäftigung an den deutschen Standorten langfristig sichern soll.
Der Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Covestro haben ein breites Maßnahmenbündel vereinbart, das die Beschäftigung an den deutschen Standorten langfristig sichern soll.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Die bestehende Regelung wurde im Rahmen eines anstehenden Programms zur Steigerung der Effektivität und Effizienz vorzeitig neu verhandelt. Im Zuge dieser Initiative sollen bis Ende 2020 rund 900 Vollzeitstellen weltweit wegfallen. In Deutschland sollen davon rund 400 Vollzeitstellen sozialverträglich abgebaut werden. Dies betrifft vor allem Funktionen in der Verwaltung und einzelne Bereiche der Geschäftssegmente.

Weitere Bestandteile der neuen Gesamtbetriebsvereinbarung: Die Übernahmegarantie für Auszubildende wurde bis einschließlich des Einstellungsjahrgangs 2025 verlängert – die jährliche Zahl der Ausbildungsstellen steigt gleichzeitig auf mindestens 180. Das Unternehmen bekräftigt mit der Vereinbarung außerdem das Bekenntnis zu seinen deutschen Standorten und sichert weitere Investitionen zu. Auch an dem Sitz seiner Zentrale in Leverkusen hält der Konzern in Zukunft fest.

Kosteneinsparungen von 350 Millionen Euro pro Jahr angestrebt

Vorstand und Gesamtbetriebsrat haben zugleich die Modalitäten für die Umsetzung eines Programms für Deutschland vereinbart, das als Teil der Covestro-Strategie die Effektivität und Effizienz steigern soll. Erreicht werden soll dies durch eine verstärkte bereichsübergreifende Zusammenarbeit und den vermehrten Einsatz digitaler Lösungen.

Spätestens ab 2021 werden dadurch Kosteneinsparungen von ca. 350 Millionen Euro pro Jahr erwartet, womit der Anstieg der Betriebskosten begrenzt werden soll. Die geplanten Maßnahmen beziehen sich größtenteils auf die nachhaltige Reduzierung von Sachkosten.

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