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Steigerung der MDI-Kapazität

Covestro setzt Produktion in Tarragona nun doch fort

| Redakteur: Tobias Hüser

Blick auf die MDI-Anlage von Covestro in Krefeld-Uerdingen.
Blick auf die MDI-Anlage von Covestro in Krefeld-Uerdingen. (Bild: Covestro)

Kurzzeitig stand das Covestro-Werk in Tarragona vor dem Aus – doch nun investiert der Werkstoffhersteller rund 200 Millionen Euro in den spanischen Standort. Der Grund ist eine ansteigende Nachfrage für das Hartschaumvorprodukt MDI. Das Unternehmen will mit verschiedenen Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wieder erhöhen. Im ersten Schritt soll eine eigene Chlorproduktion aufgebaut werden.

Leverkuseen, Tarragona/Spanien – Durch den Bau der Chlorproduktion will Covestro eine unabhängige Versorgung mit diesem wichtigen Rohstoff sicherstellen. Darüber hinaus wird Covestro durch Debottlenecking die Produktionskapazität der lokalen MDI-Anlage um 50.000 t auf rund 220.000 t pro Jahr erhöhen. Das Hartschaum-Vorprodukt MDI ist ein ausgezeichneter Dämmstoff, der beispielsweise in Gebäuden und Kühlgeräten eingesetzt wird.

„Wir bekennen uns voll und ganz zum MDI-Markt und zu unserem Standort Tarragona“, sagt Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Covestro, zur Investition in Spanien. Die Steigerung der Kapazität soll bis 2022 erfolgen, die eigene Chlorherstellung soll Ende 2020 anlaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt stellt das Unternehmen die Versorgung über externe Zukäufe sicher. „Wir erwarten, dass die Nachfrage nach MDI das Angebot weiterhin übersteigen wird. Mit dieser Investition können wir das Wachstum unserer Kunden begleiten und gleichzeitig selbst organisch wachsen“, erklärt Markus Steilemann, Chief Commercial Officer bei Covestro.

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Die Investition unterstreicht das Engagement des Unternehmens auf dem MDI-Markt. Covestro verdoppelt derzeit bereits die Kapazitäten am deutschen Standort Brunsbüttel, um dort ab Ende 2018 jährlich bis zu 400.000 t MDI produzieren zu können.

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