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Auswirkungen der Corona-Pandemie Covestro korrigiert Prognose für 2020 nach unten

Redakteur: MA Alexander Stark

Als Reaktion auf die weltweite Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie und des daraus resultierenden zunehmend ungünstigen Geschäftsumfelds hat Covestro seine Prognosen für 2020 nach unten korrigiert.

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Covestro hat angesichts der Effekte der Corona-Pandemie seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nach unten korrigiert.
Covestro hat angesichts der Effekte der Corona-Pandemie seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nach unten korrigiert.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Der Vorstand des Spezialchemiekonzerns Covestro hat angesichts der Effekte der Corona-Pandemie seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 angepasst.

Für das Mengenwachstum im Kerngeschäft erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert (bisher: positiver niedriger einstelliger Prozentbereich). Das vorläufige Mengenwachstum im Kerngeschäft betrug -4,1 % in Q1 2020. Das Ebitda im laufenden Jahr wird im Bereich zwischen 700 Millionen Euro und 1,2 Milliarden Euro erwartet (bisher: zwischen 1 und 1,5 Milliarden Euro). Die Neueinschätzung erfolgt im Wesentlichen aufgrund der im Jahresvergleich rückläufigen Mengenentwicklung im Kerngeschäft. Der Free Operating Cash Flow (FOCF) wird im laufenden Jahr im Bereich zwischen -200 und 300 Millionen Euro erwartet (bisher: zwischen 0 und 400 Millionen Euro).

Das Unternehmen veröffentlicht ein Konzern-Ebitda von 254 Millionen Euro als vorläufiges Ergebnis der Q1 2020 Zwischenmitteilung. Dieser vorläufige Wert liegt im erwarteten Rahmen zwischen 200 Millionen und 280 Millionen Euro. Die vollständige Q1 2020 Zwischenmitteilung wird planmäßig am 29. April 2020 veröffentlicht.

Der Vorstand erhöht das Ziel, kurzfristige Kosteneinsparungen von über 300 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020 umzusetzen (bisher: 200 Millionen Euro). Dies erfolgt zusätzlich zum laufenden ‘Perspective’ Restrukturierungsprogramm, das Kosteneinsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020 liefern soll.

Die laufenden Investitionen will das Unternehmen um rund 200 Millionen Euro gesenkt. Für das Geschäftsjahr 2020 werden nun Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 700 Millionen Euro erwartet (bisher: 900 Millionen Euro).

Covestro betonte aber, dass das Unternehmen unverändert über eine starke Bilanz und erhebliche liquide Mittel verfüge.

Die Aktualisierung berücksichtigt die negativen Einflüsse der Coronavirus-Pandemie, wie sie am 15. April 2020 absehbar sind und geht von einer spürbaren Verbesserung der Situation ab dem dritten Quartal 2020 aus. Da sich die Pandemie noch in der Entwicklung befindet, können weitere Aktualisierungen der finanziellen Erwartungen nicht ausgeschlossen werden.

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