Präventiver Explosionsschutz CO2/N2-Notfall-Inertisierungsanlage

Autor / Redakteur: Achim Rott / Wolfgang Geisler

Brände oder Explosionen können nur entstehen, wenn die drei Elemente des Gefahrendreiecks – Brennstoff, Sauerstoff, Zündquelle – zusammenkommen. Den Sauerstoffgehalt kann man mittels Inertisierung unter eine kritische Marke verringern.

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Bilder: Yara
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( Archiv: Vogel Business Media )

Inertisierung ist eine Maßnahme des vorbeugenden Brand- und Explosionsschutz. Dazu werden Inertgase in den zu schützenden Raum (Silos, Behälter, Mühlen, Filter) eingeleitet mit dem Ziel, die Sauerstoffkonzentration soweit zu verringern, dass Explosionen nicht mehr stattfinden können. Inertisierungen werden kontinuierlich als Bestandteil des Prozesses oder im Notfall, z.B. bei glimmenden oder in Brand geratenem Schüttgut in Silos durchgeführt. Es ist nur in seltenen Fällen notwendig, den Luftsauerstoff vollständig gegen ein Inertgas auszutauschen. Die für den Explosionsschutz maximal zulässige Sauerstoffkonzentration ist produktspezifisch.

Inertgase

Zur Inertisierung können grundsätzlich alle nicht brennbaren Gase eingesetzt werden, die mit dem zu inertisierenden Stoff keine Reaktion eingehen. Inertgase in der Reihenfolge der inertisierenden Wirkung:

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  • Kohlendioxid (Kohlensäure)
  • Wasserdampf
  • Rauchgase
  • Stickstoff
  • Edelgase

Letztere sind im Normalfall für den Einsatz bei der Inertisierung zu teuer. Bei Einsatz von Wasserdampf kann durch Kondensation die Inertisierung aufgehoben werden. Rauchgas kommt zum Einsatz in Ölbunkern bei der Seeschifffahrt. Sollen Metallstäube inertisiert werden, dann ist z.B. bei Aluminium und Magnesium zu berücksichtigen, dass teilweise Reaktionen mit Wasser, Kohlendioxid oder auch Stickstoff möglich sind.

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