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Am häufigsten werden in der Praxis Kohlendioxid und Stickstoff zur Inertisierung eingesetzt. Deshalb soll hier auch hauptsächlich auf den Einsatz, die Eigenschaften und die Handhabung dieser beiden Gase eingegangen werden. Ob CO2 oder N2 eingesetzt wird, hängt von dem zu inertisierenden Stoff, dem Volumen der zu inertisierenden Anlage und dem Verfahren ab. CO2 hat bei Spülvorgängen Vorteile wegen seiner höheren Dichte im Vergleich zu Stickstoff.
Bei kontinuierlicher Inertisierung lassen sich beide Gase einsetzen. Soll eine Inertisierung nur in Notfällen z.B. bei Schwelbränden in einem Silo durchgeführt werden, dann ist zu berücksichtigen, dass sich Stickstoff nur gasförmig in Flaschen oder Flaschenbündeln verlustfrei bevorraten lässt.
Inertisierungsanwendungen
Im Falle eines CO-, O2- oder Temperaturalarms wird der Inertisierungsprozess automatisch durch das Prozessleitsystem eingeleitet. Dafür ist eine kontinuierliche Messung des jeweiligen Wertes absolut notwendig.
Für den Explosionsschutz muss die Atex-Richtlinie angewendet werden. In Ergänzung dazu sind auch die Inertisierungs-Richtlinien VDI 2263-2, TRBS 2152 Teil 2 CEN/TR 15281 und BGR104 E1.2.2 anzuwenden. Inertisierungen können kontinuierlich und diskontinuierlich mit folgenden Zielsetzungen erfolgen:
kontinuierlich
- Abdecken von Produktionsprozessen zur Vermeidung von Oxidation (Produktqualität) und/oder Explosionen/Bränden
- Inertisierung von Lösemittelbehältern
- Inertisierung von Förderanlagen
diskontinuierlich
- Spülen von Rohrleitungen
- Spülen von Tanks
- Löschen von Glimmbränden, z.B. in Silos
- Inertisieren von Siloanlagen
- Inertisieren von Mahlanlagen
- Inertisieren von Filteranlagen
- Fahrzeug-Inertisierung
- Inertisieren von Schächten, z.B. im Bergbau
Inertisierungsanlagen
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