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China baut Kapazitäten ab China will weg von der Kohle: Reich der Mitte sagt Überkapazitäten den Kampf an

| Redakteur: Dominik Stephan

Das Reich der Mitte sagt den Überkapazitäten den Kampf an. Anlagen zur Produktion von kohlenbasierten Chemikalien oder Kohlekraftwerke mit hunderten Millionen Tonnen Kohlenverbrauch sollen in den nächsten vier Jahren außer Betrieb genommen werden…

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Chinas Kohleverbrauch von 1998 bis 2015 (in Millionen Tonnen)
Chinas Kohleverbrauch von 1998 bis 2015 (in Millionen Tonnen)
(Bild: Statista/Quelle: BP)

Peking/VR China – Der neue Energie-Vierjahresplan sieht vor, den Energieverbrauch des Landes bis 2020 auf fünf Milliarden Tonnen Standardkohlenäquivalent zu begrenzen, teilte die Nachrichtenagentur Reuters mit. Zugleich soll der Kohlenverbrauch bei 4,1 Milliarden Tonnen gedeckelt werden.

Das bedeutet auch das Aus für Kohlenkraftwerke und Coal-to-Chemicals-Projekte in der Größenordnung von 500 Millionen Jahrestonnen. In Folge dessen soll der Kohleanteil am chinesischen Energiemix von derzeit 64 auf nur noch 58 Prozent sinken. Erst im Juni dieses Jahres fand in Köln eine internationale Konferenz über „Innovative Coal Value Chains“ statt, bei der u.a. die Idee aus Braunkohle Synthesegas zu produzieren diskutiert und China als ein Beispiel angeführt wurde.

Aber auch die Raffinerien in China bleiben nicht verschont: Aufgrund von Überkapazitäten und fehlender Auslastung sollen Anlagen abgebaut werden. Neubauten sollen demnach nur noch genehmigt werden, wenn sie ausgeschiedene Kapazitäten ersetzten, hieß es aus Peking.

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