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Chemikalienschutz-Kleidung

Chemikalienschutz-Kleidung nach EN 13034

21.01.2008 | Redakteur: Manja Wühr

Chemclassic bietet Schutz bei Arbeiten in der chemischen Produktion. Bild: Mewa
Chemclassic bietet Schutz bei Arbeiten in der chemischen Produktion. Bild: Mewa

Egal ob in der chemischen Industrie, im Labor oder in Forschungseinrichtungen – die persönliche Schutzkleidung muss auf die jeweilige Arbeit und deren Gefahren angepasst sein. Zwei neue Kollektionen mit Chemikalienschutz Typ 6 bieten flexiblen Schutz.

In der chemischen Industrie gehört der Umgang mit gefährlichen Chemikalien genauso zum Alltag wie die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen. Mit den Kollektionen Chemcomfort und Chemclassic bietet Mewa Schutzkleidung für eine Vielzahl von Anwendungen. Das imprägnierte Polyester-Gewebe von Chemfort wehrt ätzende, reizende Flüssigkeiten oder Aerosole sicher ab und ist auch nach einer langen Arbeitsschicht noch angenehm haut- und tragefreundlich. Die Chemikalienschutzkleidung nach EN 13034 Typ 6 eignet sich besonders für Arbeiten im Labor oder industriellen Forschungseinrichtungen. Die Herren- und Damenkittel sind in klassischem Weiß erhältlich.

Für Branchen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial wie in der chemischen und Galvanoindustrie oder bei der Batterieherstellung wurde die Chemikalienschutzkleidung Chemclassic entwickelt. Die langen Jacken, Bund- und Latzhosen sind ebenfalls imprägniert. Das Polyestergewebe bietet durch die Leinwandbindung guten Schutz vor Flüssigkeitsspritzern und -tropfen nach EN 13034 Typ 6. Ergänzt wird die Kollektion durch Kittel und Hemden in Grau für die Herren.

Der individuelle Bedarf gibt den Ausschlag

Allerdings sollte niemand sich bei der Auswahl von Schutzkleidung nur darauf verlassen, dass die Kleidung der jeweiligen Norm entspricht. Die Anforderungen, die an Chemikalienschutzkleidung gestellt werden, können sich von Betrieb zu Betrieb, von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz unterscheiden. Die Vielzahl an Chemikalien und deren unterschiedliche Konzentrationen erlauben keine pauschale Entscheidung. Silvia Mertens, Produktentwicklerin bei Mewa, rät: „Wenn eine Kleidung der Norm EN 13034 Typ 6 entspricht, heißt dies nicht, dass sie vor allen möglichen Säuren, Laugen oder Lösemitteln schützt. Deshalb sollte jeder folgendes prüfen: Welche Anforderungen muss eine Kleidung erfüllen, damit sie meine Mitarbeiter vor den im Unternehmen eingesetzten Chemikalien schützt? Man sollte sich vor der Anschaffung gut beraten lassen, sonst kann es böse Überraschungen geben.“

Hintergrund: EN 13034 für Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Diese Norm legt die Mindestanforderungen an flüssigkeitsdichte, wiederverwendbare Chemikalienschutzanzüge und solche zum begrenzten Einsatz (Typ 6) fest. Sie bieten dort eingeschränkten Schutz gegen die Einwirkung von flüssigen Aerosolen, Spray und leichten Spritzern, wo das Risiko einer chemischen Einwirkung als gering bewertet wurde und die Art der möglichen Exposition als geringes Risiko definiert ist. Solche Kleidungsstücke können Schutzkleidungen für den gesamten Körper, wie einteilige Overalls, oder zweiteilige Anzüge mit oder ohne Haube oder Sichtscheibe, mit oder ohne Füßlinge oder Überschuhe sein, und sie können mit oder ohne Atemschutzausstattung getragen werden.

Leistungsstufen für das verwendete Material:

  • - Abriebfestigkeit [6 Leistungsstufen];
  • - Weiterreißfestigkeit [5 Leistungsstufen];
  • - Berstfestigkeit [5 Leistungsstufen];
  • - Flüssigkeitsabweisung [3 Leistungsstufen];
  • - Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten [3 Leistungsstufen];
  • - Widerstand gegen Entflammung.

Leistungsanforderung für Nähte:

  • - Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten;
  • - Nahtfestigkeit [5 Leistungsstufen].

Laut der PSA-Verordnung ist Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien nach EN 13034 in Klasse III eingeteilt.

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