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Exportschlager Chemiepark

Chemieparks: Wohin geht die Reise?

| Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Dr. Jörg Kempf

Der Industriepark Gendorf ist ein Park im wahrsten Sinne des Wortes: 25 Hektar Freifläche stehen rundherum noch zur Verfügung. (Bild: Infraserv Gendorf)
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Der Industriepark Gendorf ist ein Park im wahrsten Sinne des Wortes: 25 Hektar Freifläche stehen rundherum noch zur Verfügung. (Bild: Infraserv Gendorf)

Das einst in Bitterfeld erfundene Chemieparkmodell ist mittlerweile nicht nur in Deutschland etabliert, sondern hat weltweit Nachahmer gefunden. Die Strategien der Betreiber haben sich in den vergangenen Jahren genauso gewandelt wie das Wettbewerbsumfeld.

Mehr als 20 Jahre ist es her seit Altkanzler Helmut Kohl den mit der Vereinigung dazugekommenen Bundesländern im Osten Deutschlands blühende Landschaften versprochen hat. Zwar ist einiges nicht ganz so eingetroffen, wie er es sich erhofft hat, aber die Chemieindustrie hat ganz sicher profitiert, denn das in Bitterfeld aus der Not geborene Chemieparkmodell ist mittlerweile ein Exportschlager weit über die Grenzen Deutschlands hinaus geworden. Alle großen Chemieunternehmen sind in den letzten Jahren dazu übergegangen ihre Produktionsstandorte externen Ansiedlern zu öffnen und damit ihre Infrastruktur auszulasten.

„Ein Chemiepark bietet genau die Standortstrukturen, die maßgeblich die Effizienz und Produktivität eines Chemieunternehmens bestimmen“, erklärt Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf. Der Industriepark Werk Gendorf liegt im Bayerischen Chemiedreieck und macht mit seiner Lage im Alpenvorland und Panoramablick auf die Alpen dem Namen Park auf jedem Fall alle Ehre. Doch landschaftlicher Reiz allein, reicht als Ansiedlungsargument nicht aus. „InfraServ Gendorf übernimmt für seine Kunden den Betrieb von Ver- und Entsorgungsanlagen, sorgt durch Logistik-Leistungen für einen straffen Produktionsprozess, verbessert durch Instandhaltungsservices die Anlagenverfügbarkeit und übernimmt auf Wunsch sogar die gesamte Anlagenplanung“, präzisiert Langhammer.

Ein klares Profil hilft

Plug&Play lautet das aus der Computertechnik entlehnte Schlagwort, das die Vorteile umschreibt, die der Investor durch eine Ansiedlung genießt. „Der Betreiber kann sich voll auf seine neue Anlage konzentrieren, die Infrastruktur wird bedarfsgerecht bereitgestellt“. 60 Chemieparks haben sich im Verband Chemie zusammengeschlossen. Die Untergruppe des VCI hat sich zwar hauptsächlich zusammengefunden, um die Vorteile des deutschen Modells auch internationalen Investoren näherzubringen, Aber die Zahl verdeutlicht, dass der nationale Wettbewerb unter den Standorten hoch ist und potenzielle Interessenten entsprechend umworben sind. Die Standorte versuchen daher ihr Profil zu schärfen, etwa durch Spezialisierung. Beispiel Currenta, die das Thema Materialwissenschaften in den Mittelpunkt stellen und damit gezielt um Ansiedlungen werben.

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