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Außenhandel
Argentiniens Importe von Chemieprodukten (HS VI) und Kunststofferzeugnissen (HS 39) erreichten 2011 (2010) insgesamt rund 13,3 Mrd. (10,9 Mrd.) US$. Wichtigste Lieferländer waren laut der amtlichen Statistik die USA (Anteil: 22,9%), Brasilien (19,9%), die VR China (10,9%) und Deutschland (6,6%). Inklusive der Zulieferungen von Tochtergesellschaften aus Drittländern wäre der deutsche Lieferanteil höher.
Geschäftspraxis
Chemieerzeugnisse können in Argentinien zumeist ohne große Probleme zugelassen werden. Zuständig sind die Behörden Anmat und Senasa, die sich an europäischen und US-amerikanischen Normen orientieren. In der Praxis entstehen jedoch vermehrt Einfuhrhindernisse.
Seit dem 1.2.12 müssen Importeure bereits vor der Aufgabe einer Auslandsbestellung auf elektronischem Wege eine eidesstattliche Erklärung bei der Steuerbehörde AFIP einreichen. Bei der Prüfung kooperiert die AFIP mit anderen lokalen Behörden. In einem wenig transparenten Verfahren werden Importe genehmigt oder verweigert. Auch aus der Pharmabranche wird über zunehmende Hindernisse berichtet, vor allem dann, wenn es lokale Äquivalente für Medikamente gibt.
Ein wunder Punkt bleibt ferner der Patentschutz. Die Antragsbearbeitung bei der Behörde INPI kommt mitunter nur schleppend voran. Zudem hat INPI gemeinsam mit anderen Ämtern neue Richtlinien erlassen, die Fachleuten zufolge die Erteilung von Patenten erschweren könnten.
Die meisten multinationalen Branchenunternehmen sind sowohl in Argentinien als auch in Brasilien vertreten und haben die jeweilige Produktion aufeinander abgestimmt. Der Vertrieb in den kleineren spanischsprachigen Nachbarländern wird häufig von Argentinien aus geführt.
Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Argentinien finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.
* Quelle: Germany Trade and Invest
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