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Produktion/Branchenstruktur
Argentinische Hersteller produzierten 2010 dem CEP zufolge chemische Erzeugnisse inklusive Pharmaprodukte und Kunststoffe in Primärformen für 25,2 Mrd. US$. Indec-Daten zufolge nahm das Produktionsvolumen 2011 um 3,7% zu und lag in den ersten sieben Monaten 2012 um 5,2% über dem Vorjahreswert.
Petro- und Basischemie
Investitionen von Petro- und Basischemieunternehmen beschränken sich meist auf die Beseitigung von Engpässen und die Optimierung der Fertigungsprozesse. Ein Grund dafür sind anhaltende Mängel in der Gas- und Stromversorgung.
Die argentinische Regierung fordert die Unternehmen auf, ihre Importe zunehmend durch Exporte auszugleichen oder durch lokale Produktion zu ersetzen. Dabei setzen die Behörden als Druckmittel zum Beispiel die Zurückhaltung von Einfuhrlizenzen ein. Gleichzeitig unterstützt die Regierung entsprechende Investitionsprojekte mit Förderkrediten über 5 Jahre zu Festzinsen von 9,9% in lokaler Währung, was einem negativen Realzins entspricht.
Pharmaindustrie
Argentinien verfügt über eine vergleichsweise starke Pharmaindustrie. Laut Indec stammten 2011 rund 75% des inländischen Branchenumsatzes aus lokaler Herstellung. Ein Großteil der Wirkstoffe und Vorprodukte wird jedoch importiert. Unter den etwa 230 Produzenten befinden sich einige von international sehr hohem Niveau, die sich als Partner für eine Lohn- oder Lizenzfertigung anbieten. Ein Teil der ausländischen Unternehmen versucht, mit lokalen Marktführern im Marketing zu kooperieren. Die Niederlassungen ausländischer Konzerne konzentrieren sich auf den Vertrieb von Importwaren.
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