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Länderreport Finnland

Chemieindustrie im hohen Norden

| Autor / Redakteur: Torsten Pauly, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Im Jahr 2010 haben in Finnland 1053 Chemieunternehmen mit zusammen 31.251 Mitarbeitern Waren im Wert von 17,7 Milliarden Euro produziert.
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Im Jahr 2010 haben in Finnland 1053 Chemieunternehmen mit zusammen 31.251 Mitarbeitern Waren im Wert von 17,7 Milliarden Euro produziert. (Bild: wikimedia commons)

Der finnische Chemiemarkt ist nach dem krisenbedingten Einbruch von 2009 wieder auf einen Wachstumspfad eingeschwenkt. Finnlands wichtigstes Lieferland für chemische Erzeugnisse ist Deutschland.

Helsinki – Sowohl der Import als auch der Inlandsabsatz der chemischen Branche entwickelten sich 2011 in Finnland positiv. Für 2012 wird jedoch tendenziell ein schwächeres Wachstum erwartet. Wichtige Sparten neben Arzneien, Farben und Kosmetika sind vor allem Kunststoffe und Chemikalien für die Papier-, Metall- und Bauindustrie.

Marktentwicklung/-bedarf

Der finnische Chemiemarkt hat sich vom jüngsten Kriseneinbruch zuletzt wieder gut erholt. In den Jahren 2010 und 2011 ist der Inlandsabsatz der Branche in dem nordischen Land um 19,4% sowie 19,9% gestiegen, nachdem es 2009 einen Einbruch um 28,5% gegeben hatte. Auch der Import von chemischen Produkten legte 2011 um 9,2% zu, erreichte jedoch noch nicht wieder das Niveau von 2008.

Der Inlandsabsatz der finnischen Chemieerzeugung hat sich laut der neuesten verfügbaren Prodcom-Erhebung von Eurostat bei Gummi, Kunststoffen und Arzneien 2010 besser entwickelt als bei Basischemikalien, Farben und Kosmetika.

Die Verkäufe in vielen Chemiesparten sind in Finnland in hohem Maße von heimischen und internationalen Konjunkturschwankungen abhängig, da neben tendenziell stabilen Sparten wie Arzneien oder Kosmetika auch volatilere Produkte für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Metallbranche, die Bauwirtschaft, für Raffinerien oder für Kunststoff- und Gummiverarbeiter eine äußerst wichtige Rolle spielen. In einigen Sparten sind dabei auch Preiseffekte für die Umsatzentwicklung maßgeblich.

Basischemikalien

Den größten Teilmarkt in Finnland bilden Basischemikalien. Die Nachfrage- und die Preisentwicklung in diesem Segment sind stark von der Papier- und Zellstoffindustrie abhängig, welche vor allem Mineralien wie Kaolin und Kalk sowie Bleichmittel wie Chlordioxid und Sauerstoff basierte Substanzen benötigt.

Die Konjunkturlage in der stark exportorientierten Holz- und Papierindustrie verschlechterte sich zuletzt wieder: Zwar stieg der Branchenumsatz 2011 um 1,6% gegenüber den Vorjahr. Auf ein Plus von 8,0% im 1. Halbjahr 2011 folgte im 2. Semester jedoch ein Rückgang um 4,4% (jeweils verglichen mit dem Vorjahreszeitraum). Auch die Produktion der Branche lag im Februar 2012 um 5,7% unter dem Niveau vor Jahresfrist.

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