Länderreport Finnland

Chemieindustrie im hohen Norden

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Außenhandel

Der finnische Import von Chemieprodukten nahm 2011 um 9,2% auf 6,2 Mrd. Euro zu, erreichte jedoch noch nicht wieder das Vorkrisenniveau von 2008 (7,4 Mrd. Euro). Die Brancheneinfuhren aus Deutschland stiegen 2011 unterdurchschnittlich um 3,8% auf 1,2 Mrd. Euro. Entsprechend verringerte sich der Lieferanteil von 20,5% (2010) auf 19,4% (2011). Dennoch war Deutschland zuletzt mit Abstand Finnlands wichtigstes Bezugsland für Chemieerzeugnisse, vor Schweden (13,0%) und Russland (6,8%).

Finnland ist auch ein bedeutender Exporteur von Chemieerzeugnissen. Die Ausfuhren legten 2011 um 15,5% auf 4,8 Mrd. Euro zu. Wichtigste Exportgüter waren Pharmazeutika mit einem Anteil von 23,7%, organische chemische Erzeugnisse (21,4%) sowie Kunststoffe in Primär- (21,1%) und anderen Formen (14,4%). Allein 23,0% der Branchenausfuhren gingen 2011 nach Russland, aber auch Schweden (10,2%) und Deutschland (9,1%) waren wichtige Absatzmärkte.

Geschäftspraxis

Zuständig für die Zulassung medizinischer beziehungsweise pharmazeutischer Produkte in Finnland ist die Arzneiagentur Fimea. Die staatlichen Einrichtungen Syke ("Finnish Environment Institute") sowie die regionalen "Environmental Permit Authorities" überwachen die Umweltschutzbestimmungen im Zusammenhang mit allen chemischen Erzeugnissen und führen Prüfungen über die Einhaltung der EU- und finnischen Regularien und Richtwerte durch. Die Internetadresse der in Finnland beheimateten Europäischen Chemikalienbehörde lautet http://echa.europa.eu.

Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU sind die Regelungen des Umsatzsteuer-Kontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien. Siehe hierzu zum Beispiel die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V..

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Finnland finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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