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Länderreport Brasilien

Chemieindustrie hinter der Copacabana

| Autor / Redakteur: Gloria Rose, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Die Chemieindustrie in Brasilien gewinnt global immer stärker an Bedeutung.
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Die Chemieindustrie in Brasilien gewinnt global immer stärker an Bedeutung. (Bild: wikimedia commons)

Fast wöchentlich erscheint auf process.de ein Länderreport von Germany Trade and Invest (GTAI), der sich ausführlich mit der Chemie- und Pharmaindustrie eines Landes beschäftigt. Erfahren Sie in diesem Länderreport mehr über die boomende Chemieindustrie im aufstrebenden Brasilien.

São Paulo – Der brasilianische Chemiemarkt boomt. Düngemittel, Industriechemikalien und Pharmaerzeugnisse verzeichnen das höchste Wachstum. Brasilianische Hersteller können den stark steigenden Bedarf nicht decken. Zudem begünstigt die Aufwertung des brasilianischen Real den Import von Chemikalien. Das Handelsbilanzdefizit erreichte 2011 die Rekordmarke von 25,9 Mrd. US$. Petrobras, Vale, Braskem und andere Konzerne tätigen hohe Investitionen in den lokalen Produktionsausbau und die Senkung der Importabhängigkeit des Sektors.

Marktentwicklung/-bedarf

Die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens verspricht einen steigenden Bedarf an chemischen Erzeugnissen jeglicher Art. Der Markt wuchs 2011 um 23,6% und erreichte mit einem Absatzvolumen von 184,4 Mrd. US$ eine neue Rekordmarke. Diese Entwicklung ist allerdings auch auf hohe Preissteigerungen zurückzuführen.

Der Bedarf in Mengeneinheiten stieg wesentlich geringer. Der starke Real kurbelte die Importnachfrage zusätzlich an. Dem Wettbewerb mit internationalen Produkten konnte die lokale Industrie teilweise nicht standhalten. So waren zum Beispiel Produktion und Verkauf der brasilianischen Hersteller von Elastomeren 2010 und 2011 rückläufig, während die Einfuhrmengen boomten. In anderen Bereichen wie bei spezifischen Wirkstoffen für Pharmazeutika und Pflanzenschutzmitteln bietet die heimische Industrie oft noch keine Alternativen zu Importen.

Hälfte der Umsätzedurch Industriechemikalien

Die brasilianische Chemieindustrie setzte 2011 dem Branchenverband Abiquim zufolge 158,5 Mrd. US$ um. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 23,4% beziehungsweise in der Landeswährung Real 15,8%. Etwa die Hälfte der Umsätze geht auf Industriechemikalien zurück. Der Rest wird durch chemische Erzeugnisse erwirtschaftet, die direkt vom Endverbraucher nachgefragt werden. Dies sind hauptsächlich Produkte der Pharmaindustrie, der Kosmetikbranche, Dünge-, Pflanzenschutz- und Reinigungsmittel sowie Farben und Lacke.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Brasilien finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

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