Pressekonferenz bei Cabb Cabb nimmt Mehrzweckproduktionsanlage in Pratteln in Betrieb

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Cabb nimmt im Februar eine neue Mehrzweckproduktionsanlage für Intermediates und Wirkstoffe der Agroindustrie im schweizerischen Pratteln in Betrieb. Insgesamt 32 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 26 Millionen Euro) investierte das Unternehmen in die Produktionslinie. Durch die Anlage erwartet Cabb eine Umsatzsteigerung von etwa 10 % am Standort Pratteln, wie Dr. Martin Wienkenhöver, CEO von Cabb, bestätigte.

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„Im Bereich der Auftragsproduktion erwarten unsere Kunden, dass wir ihr Wachstum optimal unterstüzten, insbesondere durch Innovation und Investition in neue Anlagenkapazitäten“, sagte Dr. Martin Wienkenhöver, CEO von Cabb, bei der Vorstellung der Mehrzweckproduktonsanlage.
„Im Bereich der Auftragsproduktion erwarten unsere Kunden, dass wir ihr Wachstum optimal unterstüzten, insbesondere durch Innovation und Investition in neue Anlagenkapazitäten“, sagte Dr. Martin Wienkenhöver, CEO von Cabb, bei der Vorstellung der Mehrzweckproduktonsanlage.
(Bild: PROCESS/Hüser)

Pratteln/Schweiz – Cabb wird mit der Mehrzweckproduktionsanlage ihre Kapazität im Bereich der Kundenproduktion (Custom Manufacturing) deutlich erweitern. Auf der gestrigen Pressekonferenz in Pratteln betonte Wienkenhöver die Flexibilität der Anlage: „In der Mehrzweckproduktionsanlage können wir Chemikalien im Kilogramm-Bereich aber genauso mehrere tausend Tonnen herstellen.“

„Wir gehören zu den Top 3-Anbietern, wenn es um Kundensynthesen für Agro-Chemikalien geht. Die Anlage wird vom ersten Tag an unter Volllast fahren können“, so Wienkenhöver. Cabb produziert am Standort Pratteln u.a. Chlor, Schwefelsäure, Thionylchlorid, Dimethylsulfat und Chlorsulfonsäure.

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Technische Details im Überblick

„Bisher lag das größte Reaktorvolumen im Werk bei 6 m3, die sechs neuen Reaktoren verfügen über ein Volumen von je 12 m3“, sagte Thomas Fuhrer, Leiter der Pilot- und Produktionsanlagen von Cabb in Pratteln. Dazu gehören eine entsprechend dimensionierte Feststoffisolierung mit Zentrifuge und Schaufeltrockner sowie eine Reihe von Vorlagetanks. Zur Rückgewinnung von Lösungsmitteln und Ausgangsstoffen stehen kontinuierlich betriebene Destillationskolonnen zur Verfügung. Neben dem bereits bestehenden Tanklager wurde ein Neubau mit vier Tanks (jeweils 64 m3) errichtet, um den erhöhten Bedarf an Rohstoffen und Lösungsmitteln zu decken.

Von der Genehmigung des Kreditantrags im Dezember 2012 bis zur Produktionsaufnahme im Februar 2014 vergingen nur 14 Monate. Als Generalplaner realisierte Chemgineering Technology das Projekt. Das Unternehmen war für das Projektmanagement, die Anlagenplanung und die Oberbauleitung verantwortlich.

Umsätze seit 2005 verdreifacht

Cabb produziert jährlich rund 570 000 t Chemikalien in Pratteln. Davon werden 250 000 t an die Agro-, Chemie- und Pharmaindustrie geliefert. Das Unternehmen investierte von 2011 bis 2013 über 60 Millionen Schweizer Franken in die Instandhaltung und Erneuerung der Anlagen. „Seit 2005 haben sich unsere Umsätze verdreifacht. Momentan können wir die höchsten Wachstumsraten in der europäischen Chemieindustrie verzeichnen“, sagte Wienkenhöver. Für die Jahre 2014 bis 2016 ist sogar noch ein höhereres Investitionsvolumen vorgesehen.

Bilder von der Pressekonferenz und der Besichtigung der Anlage finden Sie in der Bildergalerie

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