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Arzneimittelproduktion

Bundeskanzlerin Merkel weiht Takeda-Neubau in Oranienburg ein

| Redakteur: Tobias Hüser

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (links), dem japanischen Botschafter Takeshi Yagi (rechts) sowie Takeda President & CEO Christophe Weber das neue Produktionsgebäude von Takeda in Oranienburg.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (links), dem japanischen Botschafter Takeshi Yagi (rechts) sowie Takeda President & CEO Christophe Weber das neue Produktionsgebäude von Takeda in Oranienburg. (Bild: Takeda)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Takedas neues Produktionsgebäude am Standort Oranienburg eingeweiht. Mit der Eröffnung der neuen Produktion erhöht Takeda seine Kapazitäten zur Arzneimittelherstellung, um auf steigende Nachfragen reagieren zu können.

Oranienburg – Drei Jahre nach Baubeginn hat Takeda einen Neubau für die Erweiterung der Arzneimittelproduktion am Standort Oranienburg eingeweiht. Der japanische Arzneimittelhersteller investierte insgesamt 100 Millionen Euro in das dritte Produktionsmodul und den Ausbau des Hochregallagers. Durch die gewachsenen Kapazitäten werden rund 180 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

Zur feierlichen Einweihung kamen 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Unternehmen nach Oranienburg. In einem feierlichen Eröffnungsakt durchschnitt Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit dem japanischen Botschafter Takeshi Yagi, dem Ministerpräsidenten Brandenburgs Dietmar Woidke und Christophe Weber, President & CEO, das rote Band und weihten damit das neue Produktionsgebäude ein. Der reguläre Betrieb startet, sobald die Behörden die neuen Anlagen abgenommen haben.

Für den Pharmastandort Deutschland und die Gesundheitswirtschaft der Region Berlin-Brandenburg gilt die Arzneimittelproduktion in Oranienburg als Leuchtturmprojekt. Dies machten die Gäste in ihren Grußworten deutlich. Aus Sicht des brandenburgischen Ministerpräsidenten, Dietmar Woidke, ist die Werkserweiterung auch ein Erfolg der öffentlichen Wirtschaftsförderung. „Für den Wirtschaftsstandort Brandenburg ist die Entwicklung der Pharmaproduktion in Oranienburg eine tolle Erfolgsgeschichte und ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Fördermittel sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden können“, so Woidke. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg hatte 22,5 Prozent der Gesamtinvestitionssumme für das Erweiterungsprojekt beigesteuert.

Investition in Standort Singen

Seit der Übernahme des Pharmaunternehmens Nycomed im Jahr 2011 betreibt Takeda in Deutschland zwei große Produktionsstandorte. Neben dem Standort in Oranienburg baut das Unternehmen auch den Standort in Singen in Baden-Württemberg kontinuierlich aus. Bereits 2015 erweiterte Takeda dort die Produktionskapazitäten. „Die Standorte Oranienburg und Singen sind von zentraler Bedeutung im weltweiten Produktionsnetzwerk von Takeda. Neben der Erweiterung in Oranienburg investieren wir aktuell auch am Standort Singen 100 Millionen Euro in den Bau eines neuen Gebäudes zur Impfstoffproduktion“, sagte Christophe Weber. Für Oranienburg rechnet Takeda auch in Zukunft mit einer wachsenden Auslastung. „Der Neubau bietet Kapazitäten, um auch zukünftig auf eine steigende Nachfrage reagieren zu können“, so Weber. Die Zahl der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich durch diese Investitionen stetig und beträgt nunmehr über 2.000 Beschäftigte.

Exzellenzzentrum für feste Arzneimittel

Der Standort Oranienburg ist Teil des globalen Takeda-Produktionsnetzwerks von insgesamt 23 Produktionsstandorten in 16 Ländern. Innerhalb des Netzwerks gilt der Standort als ein Exzellenz-Zentrum für feste Darreichungsformen. Hier werden mittlerweile knapp 6,2 Milliarden Tabletten und Kapseln produziert. Zum Vergleich: Zum Zeitpunkt der Eröffnung des zweiten Produktionsmoduls 2005 waren es etwa 3 Milliarden. Die Produktpalette umfasst insgesamt 118 Produkte in über 800 verschiedenen Varianten, darunter Arzneimittel gegen Magen-Darm-, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und neurologische Erkrankungen. Etwa 98 % gehen in den Export in über 100 Länder weltweit.

Seit der Eröffnung des neu errichteten Werks 1995 ist auch in Oranienburg die Zahl der Mitarbeiter kontinuierlich gestiegen. Ende 1994 arbeiteten dort noch knapp 200 Mitarbeiter im Pharmawerk, zur Eröffnung des zweiten Produktionsmoduls 2005 waren es bereits 369, davon 48 Auszubildende. Heute sind es 766 Beschäftigte, davon 58 Auszubildende.

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