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Individuelles Brandschutzkonzepte

Brandschutzkonzepte unter der Lupe: Damit der Funke nicht überspringt

| Autor / Redakteur: Denis Sauerwald* / Dominik Stephan

Am Ende der Produktion erhält man reine Cellulose. Bis dahin sind viele Verarbeitungsschritte nötig – teilweise mit hoher Brandgefahr
Am Ende der Produktion erhält man reine Cellulose. Bis dahin sind viele Verarbeitungsschritte nötig – teilweise mit hoher Brandgefahr (Bilder: Fagus Grecon; Grafik: PROCESS)

So sichert ein individuelles Brandschutzkonzept gefährdete Zerkleinerungsprozesse – Überall dort, wo in der industriellen Verarbeitung brennbare Materialien in fein verteilter Form bearbeitet werden, kann es zu Brand- und Explosionsereignissen mit gravierenden Folgen kommen. Doch mit den speziell auf die jeweiligen Kundenanforderungen zugeschnittenen Lösungen zur Funkenerkennung und ­–eliminierung können Personen- und Sachschäden sowie kostenintensive Produktionsausfälle effektiv verhindert werden.

Cellulose ist ein vielseitiger Rohstoff, der in fast allen Branchen Verwendung findet, so beispielsweise in der Lebensmittelindustrie (wie bei Molkereiprodukten und Teigwaren), in der technischen Industrie (z.B. als Bindemittel für Mörtel und Putz) oder bei der Futtermittelverarbeitung.

Zur Herstellung dieses natürlichen Produktes sind zahlreiche Verarbeitungsschritte nötig. Als Rohstoff dienen aufgereinigte Faserextrakte, aus denen Cellulose gelöst und im Anschluss zerkleinert wird. Ein wichtiger Faktor für eine gute Qualität sind gleichmäßige Fasern, deren Größe genau auf die jeweilige Anwendung abgestimmt ist.

Brandheiß in der Mühle

Um gleichmäßige Hackschnitzel herzustellen, sind Zerkleinerungsprozesse durch Mühlen nötig. Diese Verarbeitungsschritte bergen viele Brandrisiken: Feiner Staub, Sauerstoff und Zündquellen in Form von Funken oder heißen Partikeln bilden eine brandgefährliche Mischung. Geraten Fremdkörper, wie kleine Steine oder Nägel, in die schnell laufenden Mahlwerke, ist Funkenflug unausweichlich.

Bewegte Anlagenteile, wie Ventilatoren, schlagen oftmals z.B. durch Verschleiß Funken. In der Folge wird ein Funke durch die Absauganlage der Mühle in nachgelagerte Anlagen wie dem Vorabscheider oder der Filteranlage transportiert, dort kann er zu Bränden oder Staubexplosionen führen. Auch die Mühle selbst ist gefährdet: Staut sich Material auf, kommt es zu Überhitzungen.

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Aus Erfahrung wird man klug

Diese Erfahrung musste auch das schwäbische Unternehmen Jelu machen. Im Jahr 1908 als Getreidemühle gegründet, produziert das Familienunternehmen heute pro Jahr viele Tausend Tonnen Cellulose für die unterschiedlichsten Branchen. Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Brandereignissen gekommen war, werden seit 35 Jahren alle gefährdeten Bereiche mit Grecon-Funkenlöschanlagen ausgerüstet. So werden Mühlen, Transport- und Absaugsysteme auf Funken und heiße Teilchen überwacht und bei einer Meldung durch einen fein verdüsten Wassernebel abgelöscht.

„Wir sichern alle potenziell gefährdeten Bereiche mit Funkenlöschanlagen ab“, beschreibt Hubert Ehrler (Leiter Technik bei Jelu) die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen.

Ergänzendes zum Thema
 
Funkenlöschanlagen unter der Lupe

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