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Klimaschutz BMU eröffnet Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien in Cottbus

| Redakteur: Alexander Stark

Das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) ist eine der ersten Bundeseinrichtungen, die im Zuge der Strukturentwicklung in der Lausitz angesiedelt werden. Kürzlich eröffnete Bundesumweltministerin Svenja Schulze gemeinsam mit Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, und Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus das KEI in Cottbus.

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Bundesumweltminiserin Svenja Schulze bei der Eröffnung des Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) in Cottbus.
Bundesumweltminiserin Svenja Schulze bei der Eröffnung des Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) in Cottbus.
(Bild: Rainer Weisflog/ BMU)

Cottbus; Berlin – Mit der Eröffnung des Kompetenzzentrums will das BMU die energieintensive Industrie auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität unterstützen. Die Dekarbonisierung der Industrie sei Herausforderung und Chance zugleich, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze während der Eröffnung. Die Nachfrage nach klimaneutral hergestellten Gütern werde weltweit steigen. Das KEI soll der Industrie dabei helfen, diesen wachsenden Markt schon jetzt erfolgreich zu erorbern und gleichzeitig ihre klimaschädlichen Emissionen weiter zu verringern, so die Ministerin. Mit der Ansiedlung des KEI in Cottbus soll außerdem die von der Bundesregierung versprochene Strukturentwicklung in der Lausitz aktiv mitgestaltet werden.

Mit dem Kompetenzzentrum etabliert das Bundesumweltministerium eine branchenübergreifende, internationale und interdisziplinäre Wissensplattform für das Thema industrielle Dekarbonisierung. Im Vordergrund stehen dabei die besonders schwer vermeidbaren Emissionen, die in vielen Herstellungsprozessen in energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Kalk, Teilen der chemischen Industrie und der Nicht-Eisenmetallurgie entstehen (sog. Prozessemissionen). Um das Ziel einer weitgehenden Treibhausgasneutralität auch in diesen Branchen zu erreichen, ist der Umbau ganzer Prozessketten erforderlich.

Im KEI sollen der Forschungsbedarf ermittelt, Forschungscluster gebildet sowie Finanzierungsmöglichkeiten identifiziert und erschlossen werden. Außerdem wird das KEI das BMU-Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“ umsetzen. Damit sollen sowohl die Erforschung und Entwicklung innovativer Klimaschutztechnologien zur Vermeidung von Prozessemissionen als auch deren Anwendung um Umsetzung im industriellen Maßstab gefördert werden. Das Förderprogramm soll im Laufe des kommenden Jahres starten. Das Kompetenzzentrum wird von der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft im Auftrag des BMU betrieben.

Im Anschluss an die Eröffnung des KEI nahm Bundesumweltministerin Schulze am „1. Cottbuser Gespräch“ teil und diskutierte mit Cottbuser Bürgerinnen und Bürgern über Wege zu einer treibhausgasneutralen Industrie und die Chancen für die Lausitz. Die „Cottbuser Gespräche“ sind eine neue öffentliche Veranstaltungsreihe des KEI in Kooperation mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

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