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Förderung Biotechnologie in NRW

Biotechnologie-Kompetenzzentrum für ein schnelleres Time-to-Market

| Redakteur: Alexander Stark

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl überreichte die Zuwendungsbescheide an die Kooperationspartner.
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Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl überreichte die Zuwendungsbescheide an die Kooperationspartner. (Bild: Universität Bielefeld)

Das Clib-Kompetenzzentrum Biotechnologie (CKB) soll ab sofort als standortübergreifendes Verbundprojekt für eine nachhaltige, ressourcenschonende Wirtschaft in NRW aufgebaut werden. Ziel ist es, biotechnologische Vorgänge und damit die Zeitspanne von der Idee bis zum Markteintritt zu verkürzen.

Jülich – Die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen haben das CKB nun bewilligt und fördern es mit einer Gesamtsumme von mehr als acht Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Beteiligt an dem Projekt sind neben dem Forschungszentrum Jülich, das Centrum für Biotechnologie (Cebitec) die Universität Bielefeld, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie die Technische Universität Dortmund.

Bei der Überreichung des Bewilligungsbescheids sagte Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin aus Detmold, dass aus NRW europaweit die meisten biotechnologischen Patentanmeldungen kommen würden. Knapp die Hälfte des gesamtdeutschen Umsatzes der Biotechnologiebranche würde dort erwirtschaftet. Durch die Investition von 8,34 Millionen Euro in ein Forschungsnetzwerk mit vier leistungsstarken Partnern wolle man diesen Status sichern.

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Das Kompetenzzentrum zielt darauf ab, eine standortübergreifende und integrierte Forschungsinfrastruktur zu etablieren, die die biotechnologische Wertschöpfungskette – vom Gen und Enzym hin zum Prozess und Produkt – unterstützt und beschleunigt, so Professor Dr. Volker Wendisch von der Universität Bielefeld, der das Projekt koordiniert.

In den vier Forschungszentren werden Expertinnen und Experten Strategien erarbeiten, mit denen die Teilprozesse künftig zusammengeführt werden können. Biotechnologische Lösungskonzepte – beispielsweise zur Steigerung der Ressourceneffizienz – sollen für die Märkte Life Sciences und Gesundheit exemplarisch erforscht und zur Anwendung gebracht werden. Der Forschungsverbund CKB integriert sich in das mittel- und langfristige Konzept des Forschungsschwerpunkts 'Bioökonomie' am Forschungszentrum Jülich. Professor Dr. Jörg Pietruszka, Direktor am Institut für Bio- und Geowissenschaften, Biotechnologie und Sprecher für den Standort Jülich sagte bei der Übergabe, dass dadurch die traditionell ausgeprägten Kooperationen der Biotechnologie am Standort mit in NRW ansässigen Partnern aus Universität und Industrie gestärkt würde.

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Das CKB wird insbesondere über Clib 2021 e.V., einem internationalen Netzwerk mit über 100 Mitgliedern aus Industrie und Forschung, mit Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten, erklärte das Forschungszentrum in einer Pressemitteilung. Die Universitäten in Bielefeld, Düsseldorf und Dortmund sowie das Forschungszentrum Jülich könnten dabei auf bereits etablierte Kooperationen, gemeinsam erfolgreich durchgeführte Projekte und Ergebnisse gemeinsamer angewandter Forschung und Grundlagenforschung zurückgreifen.

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