BIOTECHNICA-BILANZ BIOTECHNICA 2010 endet mit zufriedenen Gesichtern

Redakteur: Marc Platthaus

Messeverantwortliche und Aussteller zogen auf der Abschluss-Pressekonferenz der BIOTECHNICA 2010 ein zufriedenes Fazit. Mit 9500 Besuchern wurden die Erwartungen erfüllt. Die BIOTECHNICA-Macher denken aber für zukünftige Veranstaltungen über ein verändertes Konzept mit Schwerpunktthemen nach. Wie dies aussehen soll und welche Themen in Frage kommen könnten, lesen Sie hier.

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„Ein mögliches Schwerpunktthema in den nächsten Jahren könnte die Lebensmittelanalyse und -produktion mit biotechnologischen Mitteln sein“, sagt Stephan Kühne, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe.
„Ein mögliches Schwerpunktthema in den nächsten Jahren könnte die Lebensmittelanalyse und -produktion mit biotechnologischen Mitteln sein“, sagt Stephan Kühne, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die BIOTECHNICA 2010 hat gezeigt, dass Biotechnologie anfassbarer geworden ist“, beschreibt Stephan Kühne, Vorstandsmitglied der deutschen Messe, seine Eindrücke der diesjährigen Veranstaltung. Nach offiziellen Angaben nutzen 9500 Besucher aus 40 Nationen die Messe (zum Vergleich BIOTECHNICA 2009: 11000 Fachbesuchern aus 40 Nationen), um sich über Trends und aktuelle Entwicklungen der Biotechnologie in Gesundheitswesen, Lebensmittelproduktion, Industrie und Umweltschutz sowie Labortechnik und Bioinformatik zu informieren und neue Geschäfte auf den Weg zu bringen. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen der Branche ist dies ein gutes Ergebnis“, sagte Kühne. „Die hohe Qualität der Fachbesucher und die große Anzahl an Ausstellern aus dem Ausland sowie die Anwesenheit der internationalen Marktführer haben für Optimismus in der Branche gesorgt. Aussteller-Vertreter schlossen sich dieser Meinung an: „Der Mittwoch hat uns einen Besucherrekord beschert. Wir sind mit der BIOTECHNICA 2010 sehr zufrieden“, sagte beispielsweise Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena.

Internationalität und Qualität der Besucher gestiegen

Rund ein Viertel der Besucher kam aus dem Ausland, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Zu den größten Besuchernationen gehörten Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, die Schweiz und die USA. Zuwächse gab es insbesondere aus Europa, vor allem aus Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich. Besuchergewinne gab es auch aus den USA und Russland.

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Rund 5000 Besucher kamen aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Wissenschaft. Im Fokus des Besucherinteresses standen der allgemeine Marktüberblick, die Suche nach Neuheiten und das Knüpfen von Kontakten mit möglichen Kooperationspartnern. Gefragt waren insbesondere Biotechnik, Laborgeräte sowie Anwendungen in Pharma und Medizin. 72 Prozent der Fachbesucher verfügten über Kompetenzen hinsichtlich der Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen in ihren Unternehmen. Der Anteil der Besucher mit ausschlaggebender Beschaffungskompetenz hat gegenüber den Vorveranstaltungen um zehn Prozent deutlich zugenommen. Besucher aus dem Top-Management waren mit einem Anteil von 22 Prozent noch nie so zahlreich vertreten wie in diesem Jahr.

Mehr als 500 internationale Referenten präsentierten in diesem Jahr ihre Forschungsergebnisse und Entwicklungen. Insgesamt besuchten über 3000 Teilnehmer die Konferenzen, Foren und Workshops. Das diesjährige Themenspektrum reichte von Biomedizin über Bioinformatik bis hin zu Lebensmittelmärkten der Zukunft.

Wie geht es weiter?

Die Messe-Macher gaben auch erste Einblicke auf die kommenden Veranstaltungen. So wird am einjährigen Turnus festgehalten, um die BIOTECHNICA noch fester im Kalender der Besucher zu verankern. „Wir sind uns sicher, dass die BIOTECHNICA 2011 wieder ein Feuerwerk an Innovationen präsentierten wird“, beschreibt Vorstandsmitglied Kühne seine Erwartungen an das nächste Jahr. Für 2012 kündigt er aber Veränderungen an, um auch in einem Jahr, in dem im Frühjahr mit Analytica und Achema zwei große Branchenmessen stattfinden, Ausstellern und Besuchern Argumente für einen Besuch in Hannover zu bieten. „Wir sind in enger Diskussion mit unserem Ausstellerbeirat, um Schwerpunktthemen zu definieren, die die BIOTECHNICA noch attraktiver machen werden“, sagt Kühne über den derzeitigen Prozess. Für ihn könnten dies Themen wie die Lebensmittelanalyse und -Produktion, Fokussierungen in der roten Biotechnologie oder die industrielle Biotechnologie sein. Kühne: „Wichtig ist, dass eine Veränderung im Konzept von Besuchern und Ausstellern gleichermaßen angenommen wird.“

Die nächste BIOTECHNICA öffnet vom 11. bis 13. Oktober 2011 ihre Tore.

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