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22.08.2022

New York (dpa) *17:50 Uhr – Biontech/Pfizer beantragen US-Notfallzulassung für Omikron-Impfstoff

Das deutsche Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für einen an die derzeit kursierenden Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff beantragt. In den kommenden Tagen solle auch ein Antrag für die Europäische Arzneimittelbehörde Ema abgeschlossen werden, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit.

Bei entsprechenden Zulassungen könne schon im September mit der Auslieferung begonnen werden, hieß es weiter. Allerdings gibt es zu der angepassten Variante noch keine klinische Studie. Zuvor hatten die Firmen bereits Anträge für einen auf den Subtyp BA.1 angepassten Impfstoff eingereicht. In Deutschland spielt diese Variante keine Rolle mehr.

München (dpa/lby) *13:37 Uhr – CSU und Freie Wähler wollen mehr Pharma-Produktion ins Inland holen

Die Landtagsfraktionen der bayerischen Regierungsparteien CSU und Freie Wähler machen sich für mehr pharmazeutische Forschung und eine zusätzliche Produktion von Arzneimitteln in Deutschland und den EU-Ländern stark. Die Herstellung wichtiger Medikamente dürfe nicht ausschließlich in Drittländern stattfinden, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Bernhard Seidenath, am Montag in München. «Wir müssen Produktion ins europäische Inland zurückholen», betonte er.

Die beiden Regierungsfraktionen haben aus diesem Grund ein Antragspaket geschnürt, das im Landtag debattiert und beschlossen werden soll. Es sieht unter anderem vor, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen beim Abschluss von Rabattverträgen die Produktion im Inland berücksichtigen sollen. Gestärkt werden soll ferner die Forschung an Medizinprodukten in Deutschland und Europa. Hier habe sich der Schwerpunkt in den vergangenen zehn Jahren massiv in Richtung Asien verlagert.

Seidenath sagte, Antibiotika würden innerhalb Europas lediglich noch an einem Standort in Österreich produziert - alles andere komme aus China und Indien nach Deutschland. Immer wieder komme es zu Engpässen bei der Patientenversorgung. Die CSU-Abgeordnete Beate Merk betonte, das Medikament Tamoxifen, wichtig bei der Versorgung von Patientinnen mit hormonell bedingtem Brustkrebs, sei phasenweise nicht mehr erhältlich gewesen. Auch Fiebermittel für Kinder könnten nicht immer geliefert werden, weil die Hersteller aus Kostengründen die Produktion zeitweise heruntergefahren hätten.

«Deutschland war einmal die Apotheke der Welt», sagte der Pflegebeauftragte der Staatsregierung, Peter Bauer (Freie Wähler). Der Entwurf für ein neues Gesetz auf Bundesebene zur Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherungen lasse die forschenden Pharmaunternehmen im Regen stehen.

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