Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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15.08.2022

Ludwigshafen (dpa/lrs) *18:21 Uhr – BASF informiert über sichtbare Fackel

Wegen eines technischen Defekts verbrennt der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen seit Montagnachmittag überschüssige Gase. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Fackeltätigkeit voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern. Dabei könne es zu sichtbarem Feuerschein und Lärmbelästigung kommen. Eine Gefahr gehe davon nicht aus, teilte BASF mit.

Bernburg (dpa) *18:10 Uhr – Angler entdecken Hunderte tote Fische – Havarie ist mögliche Ursache

Angler haben in der Saale bei Bernburg in Sachsen-Anhalt Hunderte tote Fische entdeckt. Ursache ist möglicherweise eine Havarie in einem Unternehmen. Der Anglerverband Sachsen-Anhalt erstattete bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt, wie ein Sprecher des Verbandes am Montag auf Anfrage sagte. Den Angaben zufolge hatten Angler am Freitagmorgen zunächst mehrere tote Fische in der Saale unterhalb des Wehres in Bernburg entdeckt. Im Verlauf des Wochenendes habe der lokale Anglerverein etwa 300 tote Fische geborgen. Es werde von schätzungsweise 3000 toten Fischen ausgegangen.

Unterdessen teilte das Unternehmen Solvay mit, dass es am frühen Freitagmorgen in der Soda-Fabrik des Bernburger Werkes zu einer technische Störung gekommen sei. «An einer Rohrleitung gab es einen Riss, durch den ammoniakalische Sole ausgetreten ist», teilte eine Sprecherin mit. Die defekte Rohrleitung sei umgehend außer Betrieb genommen und der Austritt von ammoniakalischer Sole gestoppt worden. Teile davon seien aus noch nicht geklärter Ursache in die Saale gelangt. «Wir untersuchen, wie es dazu kommen konnte.»

Frankfurt/Berlin (dpa) *15:35 Uhr – Chemieindustrie will staatliche Zuschüsse für Gasumlage

Die deutsche Chemie-Industrie sieht sich mit der geplanten Gasumlage stark belastet. Auf die Branche kämen zusätzliche Belastungen von mehr als drei Milliarden Euro zu, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VCI, Wolfgang Große Entrup, am Montag. Die Umlage sei zwar volkswirtschaftlich das beste Modell, bedeute aber für die ohnehin hart getroffene Branche eine «extrem bittere Pille». Die Umlage müsse durch staatliche Zuschüsse möglichst gering gehalten werden. Die Mittel dazu könnten aus Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer in Folge der hohen Energiepreise gegenfinanziert werden.

Die Maschinenbauer rechnen ebenfalls mit einer deutlichen Belastung durch die Gasumlage. «Zusammen mit massiv steigenden Gas- und Strompreisen bis hin zu Problemen, überhaupt Angebote zu bekommen, wird die Energieversorgung zur massiven Herausforderung für den Mittelstand», sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA. «Bei den Gaspreisen gehen wir davon aus, dass wir mittelfristig im Vergleich zum Vorkrisenniveau mindestens eine Verdreifachung sehen werden.» Bei den Strompreisen sei eine Vorhersage nicht möglich. «Zunehmend sind unsere Mitglieder damit konfrontiert, dass Versorger Neuverträge als so riskant einschätzen, dass sie keine Angebote machen oder nur mit einer minimalen Gültigkeitsdauer.»

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