Bad Homburg (dpa) *17:04 Uhr – Fresenius Medical Care schließt Fusion im US-Geschäft ab
Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) hat die Fusion einer Tochtergesellschaft mit zwei Partnern in den USA abgeschlossen. Der im März angekündigte Deal zum Ausbau des Geschäftsmodells rund um die Versorgung von Nierenkranken habe die Genehmigung der Behörden in den USA erhalten, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Bad Homburg mit. Einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis durch mögliche Buchgewinne erwartet FMC nicht.
Der Konzern hatte im März angekündigt, dass die nordamerikanische Tochtergesellschaft Fresenius Health Partners mit dem Nierenärzte-Netzwerk Interwell Health und Cricket Health, einem US-Anbieter von Nierentherapien mit 1700 Nierenärzten und seiner Plattform für Patientendaten zusammengehen soll.
FMC wird im Zuge dessen Mehrheitseigentümer an dem neuen Unternehmen, das mit 2,4 Milliarden US-Dollar bewertet werde, hieß es damals. Die Firma soll unter der Marke Interwell Health auftreten und bis 2025 mehr als 270 000 nierenkranke Menschen versorgen. Indem man in einem früheren Krankheitsstadium der Patienten ansetze, solle sich der potenzielle Markt für FMC erheblich vergrößern und Krankheiten vorgebeugt werden, hieß es.
FMC betreibt weltweit gut 4160 Dialysezentren für Nierenkranke und versorgt dort rund 346.000 Patienten. Bei Menschen mit Nierenversagen muss das Blut regelmäßig per Dialyse gereinigt werden.
Amsterdam (dpa) *11:26 Uhr – EMA prüft Biontech-Vakzin gegen aktuelle Omikron-Varianten
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit einen auf die aktuellen Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Dies erfolge im Rahmen eines sogenannten Rolling-Review-Verfahrens, teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage mit. Dabei werden Ergebnisse bereits bewertet, wenn noch keine vollständigen Studiendaten vorliegen und noch keine Zulassung des Vakzins beantragt wurde.
Mit einem Zulassungsantrag von Biontech/Pfizer für den angepassten Impfstoff werde in Kürze gerechnet, teilte der Sprecher weiter mit. Die EMA werde das Gesuch mit Blick auf eine möglichst rasche Entscheidung im Herbst evaluieren. Bislang gibt es allerdings keine klinische Studie zu dem angepassten Impfstoff. Es ist unklar, ob eine solche für eine Zulassung notwendig ist.
Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten erklärt, der angepasste Impfstoff könne bereits im September ausgeliefert werden, sofern die erforderlichen Zulassungen bis dahin vorliegen. Bei der US-Arzneimittelbehörde FDA hat Biontech/Pfizer bereits eine Notfallzulassung für den an BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff beantragt.
Zudem kündigte die EMA für den 1. September ein außerordentliches Treffen ihres Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) zur Entscheidung über Anträge von Biontech/Pfizer und des US-Unternehmens Moderna auf Zulassung eines auf den Subtyp BA.1 angepassten Impfstoff an. In Deutschland spielt diese Variante mittlerweile keine Rolle mehr. Die Hoffnung ist, dass dieser Impfstoff auch gegen die aktuell kursierenden Varianten besser wirkt.
Vier Monate vor Beginn des Ölembargos gegen Russland fehlt nach Angaben der Gewerkschaft IG BCE ein konkretes Konzept für die PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. «Es wird höchste Zeit, dass eine Lösung präsentiert wird», sagte der zuständige Bezirksleiter Rolf Erler der Deutschen Presse-Agentur. Die Menschen in Schwedt und Umgebung warteten ungeduldig darauf. «Das ist für die Betroffenen unheimlich schwierig.»
Über Tanker und den Hafen Rostock könnten kurzfristig etwa 60 Prozent des Bedarfs bei PCK gedeckt werden. Im Gespräch sind weitere Lieferungen über Polen. Diese hängen aber unter anderem davon ab, ob Rosneft in der Raffinerie weiter das Sagen hat. Die Bundesregierung könnte die Anlage im äußersten Notfall enteignen. Ob, wie und wann das geschieht, ist offen.
Stand: 08.12.2025
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Die Gewerkschaft will vor allem eine Jobgarantie für alle 1200 Beschäftigten in der Raffinerie. Mit Zulieferern hängen rund 3000 Arbeitsplätze an der Anlage. Mehrere ostdeutsche CDU-Politiker hatten den Stopp russischen Öls für Schwedt infrage gestellt. Auch die Linke dringt für Schwedt auf Ausnahmen vom Embargo.