Der US-Biotechkonzern Amgen hat dank starker Medikamentenverkäufe im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt als Experten erwartet hatten. Der Umsatz sei um ein Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Unter dem Strich sprang der Gewinn von 464 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 1,3 Milliarden Dollar.
Amgen präzisierte zudem seine Jahresumsatzprognose. Mit 25,5 bis 26,4 Milliarden Dollar rechnet das Unternehmen nun am unteren Ende mit 100 Millionen Dollar mehr und am oberen Ende mit 100 Millionen Dollar weniger als bisher. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Amgen weiter 17 bis 18 Dollar.
Wilhelmshaven (dpa) *14:19 Uhr – Wintershall und NWO kooperieren bei Wasserstoff-Produktion
Der Gas- und Ölkonzern Wintershall Dea und die Nord-West Ölleitung (NWO) kooperieren künftig bei dem Großprojekt Bluehynow von Wintershall. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, unterzeichneten die beiden Unternehmen eine Absichtserklärung für eine Wasserstoff-Produktionsanlage auf dem NWO-Gelände in Wilhelmshaven.
Im Rahmen von Bluehynow sollen aus norwegischem Erdgas über 200.000 Kubikmeter umweltschonender Wasserstoff pro Stunde hergestellt werden. Das entspricht dem Unternehmen zufolge einem Jahresvolumen von 5,6 Terawattstunden (TWh) und – zum Vergleich – in etwa dem dreifachen Energieverbrauch des Wolfsburger Volkswagenwerks im Jahr 2019.
Das Projekt sei Teil des Energy-Hubs, der derzeit in Wilhelmshaven entsteht, teilte der Konzern mit. Die Produktionsanlage werde von Wintershall Dea geplant. NWO verfüge über eine teilweise ungenutzte Pipeline-Infrastruktur in der Region, Expertise im Bereich Rohstofftransport und -lagerung sowie über ein Unternehmensgelände am Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Mit einer Machbarkeitsstudie solle bis Ende des Jahres die Errichtung der Produktionsanlage auf dem Gelände der NWO in Wilhelmshaven geprüft werden.
Leverkusen (dpa) *09:18 Uhr – Bayer wegen Abschreibung erneut mit Verlust – Tagesgeschäft brummt
Weitere Rückstellungen für US-Rechtsstreitigkeiten und eine Abschreibung auf die Agrarsparte haben Bayer im zweiten Quartal einen Verlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von knapp 300 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr war das Minus mit gut 2,3 Milliarden Euro wegen Rückstellungen für den US-Glyphosat-Rechtsstreit zwar deutlich höher ausgefallen, Analysten hatten aber dieses Jahr einen Nettogewinn erwartet. Im Tagesgeschäft lief es hingegen dank guter Agrargeschäfte und einer regen Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten noch besser als von den Experten gedacht. Die Aktien waren am Donnerstagmorgen vorbörslich kaum verändert.
Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 18 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft betrug das Plus knapp zehn Prozent. Dabei sind positive Wechselkurseffekte etwa durch den schwachen Euro sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen herausgerechnet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) schnellte um 30 Prozent auf 3,35 Milliarden Euro nach oben.
Dass dennoch unter dem Strich ein Minus stand, lag an Einmaleffekten. So stellte Bayer vor allem aufgrund laufender Vergleichsverhandlungen mit dem US-Bundesstaat Oregon wegen angeblicher Umweltverschmutzungen durch das schon seit Jahrzehnten verbotene Umweltgift PCB des 2018 übernommenen US-Herstellers Monsanto zusätzliche 694 Millionen Euro zurück. Mit einem Vergleich würde der Fall beendet werden, hieß es. Hinzu kam eine Abschreibung auf die Agrarsparte von fast 1,4 Milliarden Euro, die Bayer insbesondere mit Wertminderungen aufgrund gestiegener Kapitalkosten begründete.
Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf profitiert weiter von einem robusten Hautpflegegeschäft. Umsatz und Gewinn nahmen im ersten Halbjahr deutlich zu und lagen über den Erwartungen der Analysten. So stiegen die Erlöse um 15,5 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Organisch – bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe – lag das Wachstum bei 10,5 Prozent. Angetrieben wurde die Entwicklung vom Konsumentengeschäft, welches dank einer hohen Nachfrage nach Nivea-Produkten sowie medizinischer Hautpflege wie Eucerin prozentual zweistellig zulegte. Die Klebstoffmarke Tesa wuchs wegen Lieferkettenstörungen sowie des Lockdowns in China deutlich geringer.
Stand: 08.12.2025
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Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg insgesamt von 595 Millionen auf 710 Millionen Euro. Nach Steuern verblieben 505 Millionen Euro und damit ebenfalls wesentlich mehr als die im Vorjahr erreichten 404 Millionen. Die Prognose für 2022 bestätigte Beiersdorf.
Pöttmes (dpa/lby) 08:11 Uhr – Sechsstelliger Sachschaden nach Brand in Kunststofffabrik
Einen Tag nach dem Brand in einer Kunststofffabrik in Schwaben geht die Polizei von einem Schaden zwischen 200.000 und 300.000 Euro aus. Das teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Brandursache sei nach bisherigen Erkenntnissen ein technischer Defekt.
Bei dem Brand am Mittwochabend in Pöttmes (Landkreis Aichach-Friedberg) wurden drei Menschen leicht verletzt. Bereits am Abend konnten die Löscharbeiten jedoch beendet und die Halle wieder betreten werden.
Köln (dpa/lnw) *07:42 Uhr – Lanxess will Gewinn weiter deutlich steigern
Nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal sieht sich der Chemiekonzern Lanxess auf Kurs zu seinem Jahresziel. Konkret peilt Unternehmenschef Matthias Zachert einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 900 Millionen Euro bis eine Milliarde Euro an, nachdem bislang lediglich von einem deutlichen Wachstum die Rede gewesen war. Vergleichsbasis sind die im vergangenen Jahr erzielten rund 800 Millionen Euro, bei denen das Geschäft mit Hochleistungskunststoffen für die Auto- und Elektroindustrie ausgeklammert ist, weil es in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Beteiligungsgesellschaft Advent eingebracht wird. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag in Köln mit.
Im zweiten Quartal steigerte der MDax-Konzern den Umsatz im Jahresvergleich um gut 36 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Als operativer Gewinn vor Sondereffekten blieben davon mit 253 Millionen Euro 14,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten weniger erwartet. Neben Preiserhöhungen profitierte Lanxess von der Übernahme des US-Spezialchemieunternehmens Emerald Kalama Chemical im vergangenen Jahr. Zachert sieht Lanxess damit gut aufgestellt, wenngleich der Wind in der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr noch rauer wehen werde. Unter dem Strich verdiente Lanxess mit 93 Millionen Euro sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Das lag an einem Ergebnisrückgang im nicht fortgeführten Geschäft.
Darmstadt (dpa) *07:31 Uhr – Merck bleibt auf Wachstumskurs
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat im zweiten Quartal seinen Schwung vom Jahresanfang mitnehmen können. Alle Unternehmensbereiche hätten zu einem starken organischen Umsatzwachstum beigetragen, teilte der Konzern am Donnerstag bei der Vorlage seiner Halbjahreszahlen mit. Treiber beim operativen Ergebnis war vor allem der Unternehmensbereich Life Science. Außerdem profitierte Merck von positiven Währungseffekten, weshalb das Management auch zuversichtlicher für das Gesamtjahr wird. Konzernchefin Belen Garijo zeigte sich entsprechend zufrieden.
Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal um über 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Davon blieben als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) mit 1,8 Milliarden Euro gut 13 Prozent mehr als letztes Jahr, was einer Marge von 32 Prozent entspricht. Dabei konnte Merck einen Teil seiner gestiegenen Kosten durch Preiserhöhungen weitergeben.