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Studie zur Versorgungssicherheit Bei diesen Rohstoffen ist die Gefahr von Preissteigerungen am größten

Die Corona-Pandemie trifft die Weltwirtschaft in nahezu allen Bereichen hart. Durch den Lockdown sowie einzelne vorübergehende Betriebsschließungen sind die Lieferketten weltweit unterbrochen. Laut der Rohstoffstudie 2020 von Inverto machen sich dennoch die wenigsten Umfrageteilnehmer Sorgen um deren Nachschub. PROCESS zeigt, bei welchen Rohstoffen aus Sicht der Unternehmen die Gefahr von Preissteigerungen am größten ist und welche Auswirkungen Covid-19 auf das Einkaufs- und Supply Chain Management hat.

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Die Rohstoffpreise sind während der Corona-Panedemie stark gefallen, jedoch profitiert die Industrie davon nicht.
Die Rohstoffpreise sind während der Corona-Panedemie stark gefallen, jedoch profitiert die Industrie davon nicht.
(Bild: ©laufer - stock.adobe.com)

Köln – Geht es nach der Rohstoffstudie 2020 von Inverto haben die Rohstoffeinkäufer die sich bietenden Chancen durch die derzeitige Krise nicht genutzt. Lediglich knapp ein Drittel der Studienteilnehmer konnten ihre Einkaufskosten senken. Aufgrund der weltweit fallenden Nachfrage kommt es derzeit auf dem Rohstoffmarkt zu Überkapazitäten, welche in vielen Fällen zu Preisnachlässen führen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie im Überblick:

  • Versorgungssicherheit genießt bei den meisten Unternehmen keine besonders hohe Priorität.
  • Gegenmaßnahmen wurden bislang lediglich oberflächlich getroffen.
  • Zögerliche Reaktion auf die fallenden Rohstoffpreise.

Bezüglich der Rohstoffgruppen sind Kunststoffe (42 %), Strom (37 %), Chemikalien (32 %) sowie Aluminium und Eisenmetalle/Stahl (beide 31 %) hauptsächlich relevant. Laut der Studie hat die Sicherung der Energieversorgung deutlich an Wichtig verloren. Sowohl Strom (44 % im Vorjahr) als auch Öl/Gas (von 32 % im Vorjahr auf 20 % in diesem Jahr) haben gegenüber dem Vorjahr an Wichtigkeit verloren.

Versorgungsprobleme sehen die meisten Unternehmen bei Chemikalien (12 %), seltenen Erden (10 %) und Eisenmetalle/Stahl (9 %). Bei Strom, Kupfer und Edelmetallen (alle 1 %) sowie bei Aluminium sehen die Umfrageteilnehmer kaum bis gar keine auftretenden Versorgungsengpässe.

In dieser Bildergalerie sehen Sie bei welchen Rohstoffen die Umfrageteilnehmer zukünftig mit Preissteigerungen rechnen:

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Aufgrund der bereits erwähnten fallenden Nachfrage durch den Lockdown und Betriebsschließungen und dem damit verbundenen Überkapazitäten am Markt sind die Rohstoffpreise seit Ausbruch der Pandemie größtenteils moderat gesunken (39 % der Umfrageteilnehmern sehen das so) oder zumindest unverändert geblieben (36 %). Lediglich 15 % der Unternehmen musste moderate (12 %) bis stark (3 %) gestiegene Preise hinnehmen.

Die komplette Inverto-Rohstoffstudie 2020 können Sie hier auf der Inverto-Homepage als E-Book kostenlos herunterladen.

Inverto-Rohstoffstudie 2018:

(ID:46972979)

Über den Autor

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Projektmanager Digital PROCESS/LABORPRAXIS