Anlagenbau: Butadien-Extraktion BASF will in Antwerpen Anlage zur Butadien-Extraktion bauen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die BASF will an ihrem Verbundstandort in Antwerpen, Belgien, eine Anlage zur Butadien-Extraktion bauen. Sie soll über eine jährliche Produktionskapazität von 155 000 Tonnen verfügen und im Laufe des Jahres 2014 in Betrieb gehen. Die Investitionssumme liegt im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

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BASF Antwerpen der zweitgrößte Verbundstandort der BASF-Gruppe und der maritime Brückenkopf der BASF in Europa.
BASF Antwerpen der zweitgrößte Verbundstandort der BASF-Gruppe und der maritime Brückenkopf der BASF in Europa.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen, Antwerpen/Belgien – Der Chemiekonzern BASF plant den Bau einer neuen Anlage zur Butadien-Extraktion im belgischen Antwerpen. Hintergrund der Entscheidung ist der weltweit knapper werdende Butadien-Markt. In den vergangen Jahren ist die am Markt verfügbare Menge an Butadien stark zurückgegangen. Zeitgleich ist eine steigende Nachfrage, u. a. aus der Reifenindustrie, festzustellen. Dies hat zu einem deutlichen Preisanstieg geführt.

„Mit der Anlage sichern wir unsere Versorgung mit Butadien zu wettbewerbsfähigen Kosten“, so Dr. Uwe Kirchgäßner, Leiter der regionalen Geschäftseinheit Basic Petrochemicals Europe der BASF. „Zusätzlich werden wir auch Chancen im attraktiven externen Markt nutzen und damit langfristig zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen“, so Kirchgäßner.

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Verfahren zur Butadien-Extraktion

Die Extraktion des Butadiens erfolgt auf Basis von Roh-C4, einem Produkt des Steamcrackers. „Die Anlage stärkt die Verbundproduktion in Antwerpen und stellt eine bedeutende Investition für den Standort dar“, sagt Wouter de Geest, Geschäftsführer der BASF Antwerpen. „Durch die verbesserte Integration der C4-Wertschöpfungskette werden außerdem Logistikaufwand und Verkehrsaufkommen reduziert“, so de Geest weiter. Im Rahmen der Investition werden 15 bis 20 Arbeitsplätze geschaffen.

Butadien als Rohstoff für die Reifenindustrie

BASF betreibt in Europa bereits eine Anlage zur Butadien-Extraktion an ihrem Verbundstandort Ludwigshafen. Diese verfügt über eine Produktionskapazität von 105 000 Jahrestonnen. Butadien ist ein Rohstoff, der u.a. für die Produktion von synthetischem Kautschuk benötigt wird. Es wird in besonderem Maße in der Reifenindustrie eingesetzt. Weitere Einsatzfelder sind Papierchemikalien sowie die Kunststoffherstellung.

Eine Bildergalerie zum Hafen Antwerpen und zur maritimen Logistik finden Sie im englischsprachigen Portal PROCESS worldwide

Weitere Informationen zu Anlagenbau-Projekten sind in GROAB, der Datenbank für den internationalen Großanlagenbau, zu finden.

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