NAS-Batteriesystem BASF nimmt stationären Stromspeicher in Betrieb

Redakteur: Alexander Stark

Ein stationäre Speicher soll die Nutzung von Strom am BASF-Verbundstandort Antwerpen optimieren und zur Stabilisierung der Stromversorgung beitragen. Das neuartige Batteriesystem inklusive Umrichter wird auf der Fachmesse ees Europe in München vorgestellt.

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BASF New Business (BNB) hat ein System aus vier NAS-Batterie-Containern in das Stromnetz des BASF-Verbundstandorts Antwerpen eingebunden und erfolgreich in Betrieb genommen.
BASF New Business (BNB) hat ein System aus vier NAS-Batterie-Containern in das Stromnetz des BASF-Verbundstandorts Antwerpen eingebunden und erfolgreich in Betrieb genommen.
(Bild: BASF)

Antwerpen/Belgien; Ludwigshafen – Ein System aus vier NAS-Batterie-Containern wurde nun in das Stromnetz des BASF-Verbundstandorts Antwerpen eingebunden und erfolgreich in Betrieb genommen. Mit diesem langfristig angelegten Projekt will das Unternehmen verschiedene Betriebsszenarien erproben und das Potenzial der NAS-Batterien weiter ausloten. NAS-Batterien sind Natrium-Schwefel-Batterien mit einem hohen Energieinhalt und für die stationäre Stromspeicherung konzipiert. BNB kooperiert in diesem Segment seit 2019 mit dem japanischen Keramikhersteller NGK Insulators. Gemeinsam arbeiten die Partner an der Vermarktung und Weiterentwicklung der NAS-Batterien.

Das installierte Batteriesystem in Antwerpen hat eine Energiespeicherkapazität von insgesamt 5,8 Megawattstunden und eine Ausgangsleistung von 950 Kilowatt. Um die in einer Batterie gespeicherte elektrische Energie nutzen zu können, benötigt man die passende Leistungselektronik, unter anderem ein Umrichtersystem (Power Conversion System = PCS). Indrivetec mit Hauptsitz in Zürich hat ein PCS für NAS-Batterien entwickelt, das in Antwerpen verbaut ist, und stellt dies vom 6. bis 8. Oktober 2021 auf der Fachmesse ees (Electrical Energy Storage) Intersolar Europe in München vor.

NAS-Batteriesysteme sollen Industrieunternehmen dabei unterstützen, Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie etwa aus Sonnen- und Windkraft störungsfrei und zeitversetzt in bestehende Stromnetze einzuspeisen. Die Batterien können geladen werden, wenn mehr Strom erzeugt als benötigt wird, und liefern Strom in Zeiten höheren Bedarfs. Sie können über einen Zeitraum von vier bis acht Stunden große Mengen an elektrischer Energie bereitstellen und so Stromerzeugung und -nachfrage entkoppeln. Weitere Anwendungsgebiete sind die Stabilisierung der Stromverfügbarkeit für industrielle Kunden, die optimierte Nutzung vorhandener Netze sowie Microgrids.

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