Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie BASF fordert schnelle Regierungsbildung – «Nicht Kleinklein»

Von Wolfgang Ernhofer 30 min Lesedauer

Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

28.02.2025

Ludwigshafen (dpa/lrs) *13:55 Uhr – BASF fordert schnelle Regierungsbildung – «Nicht Kleinklein»

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF fordert nach der Bundestagswahl von Union und SPD eine schnelle Regierungsbildung. «Das Personal kennt sich, glaube ich, sehr gut, und meine Erwartung wäre, dass die relativ schnell zu Potte kommen», sagte Vorstandschef Markus Kamieth in Ludwigshafen. Er erwarte von der nächsten Bundesregierung, dass sie sich auf «die wirklich wichtigen Dinge» fokussiere und diese Dinge mutig und entschlossen angehe. «Und zwar nicht im Kleinklein.» Dann kehre auch die Zuversicht in Deutschland zurück.

«Meine Sorge ist immer, dass Politiker oft ein sehr breites Spektrum an vielen Problemfällen anschauen und an jeder Schraube ein bisschen drehen. Wenn sie aber von allem ein bisschen machen, verändert sich nicht genug», sagte Kamieth. Die Bundestagswahl habe die Ränder gestärkt. «Jetzt ist wirklich die Zeit, wo die Parteien, die die Möglichkeit haben, eine Regierung zu bilden, zeigen müssen, dass sie es können.»

Die für die Industrie wichtigen Themen seien etwa Bürokratieabbau und vernünftige Rahmenbedingungen für Investitionen sowie Energiekosten und Infrastruktur. CDU-Chef Friedrich Merz habe er noch nicht zu Gesprächen nach Ludwigshafen eingeladen, sagte Kamieth. «Aber vielleicht wäre das gar nicht so schlecht.»

Ludwigshafen (dpa) *09:02 Uhr – BASF nur mit verhaltenem Ausblick aufs laufende Jahr

Der Chemiekonzern BASF blickt verhalten auf das laufende Jahr. Für 2025 peilt BASF für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen 8,0 bis 8,4 Milliarden Euro an, wie der Dax-Konzern mitteilte. 2024 hatte das Ergebnis um 2,4 Prozent auf knapp 7,9 Milliarden Euro zugelegt. Der maue Ausblick sorgte am Finanzmarkt in ersten Reaktionen nicht für gute Stimmung. Auf Tradegate gab der Kurs der Aktie um 1,5 Prozent auf 48,05 Euro nach.

BASF hatte bereits im Januar Eckdaten bekanntgegeben. 2024 schrumpfte der Umsatz demnach im Jahresvergleich um 5,3 Prozent auf 65,3 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür waren deutlich niedrigere Preise und Mengen. Unter dem Strich blieb dank des Verkaufs des Öl- und Gasgeschäfts Wintershall Dea ein Gewinn von knapp 1,3 Milliarden Euro nach 225 Millionen im Vorjahr. Die Dividende für 2024 will der BASF-Vorstand um ein Drittel auf 2,25 Euro je Aktie kürzen.

Derweil kommt das Unternehmen bei seinem Sparprogramm voran. «Wir sind auf gutem Weg, die angestrebten jährlichen Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro bis Ende 2026 zu erreichen», sagte Finanzchef Dirk Elvermann. BASF hatte im September einen weitreichenden Umbau angekündigt, um den weltgrößten Chemiekonzern aus der Krise zu führen. Geschäftsbereiche sollen teilweise verkauft werden und das Agrargeschäft an die Börse gehen. Es drohen weitere Schließungen von Anlagen im Stammwerk Ludwigshafen. Dort steht ein weiterer, noch nicht bezifferter Stellenabbau bevor.

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