Betonzusatzmittel in Afrika BASF eröffnet Betonzusatzmittel–Produktion in Kenia

Redakteur: Dominik Stephan

Die BASF will von Infrastruktur-Projekten in Afrika profitieren: Dazu haben die Ludwigshafener eine Produktionsanlage für Betonzusatzmittel in Nairobi, Kenia, eröffnet. Der Standort wird dem Unternehmen ermöglichen, die steigende Nachfrage der Kunden aus Ostafrika nach bauchemischen Lösungen besser zu bedienen, so die Firma.

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Die BASF Construction Chemicals Anlage für Betonzusatzmittel in Nairobi. (Von links) Laurent Tainturier, BASF Senior Vice President GUS-Länder, mittlerer Osten und Afrika; Amina Mohamed, Kenias Kabinettssekretärin für Außenpolitik und Internationalen Handel; Dick Purchase, Leiter der regionalen Geschäftseinheit Construction Chemicals in Nahost, Westasien, den GUS-Ländern und Afrika.
Die BASF Construction Chemicals Anlage für Betonzusatzmittel in Nairobi. (Von links) Laurent Tainturier, BASF Senior Vice President GUS-Länder, mittlerer Osten und Afrika; Amina Mohamed, Kenias Kabinettssekretärin für Außenpolitik und Internationalen Handel; Dick Purchase, Leiter der regionalen Geschäftseinheit Construction Chemicals in Nahost, Westasien, den GUS-Ländern und Afrika.
(Bild: BASF)

Nairobi/Kenia – In er Anlage will die BASF vor allem standardisierte und kunden­spezifische Additive der Reihen Master Rheobuild und Master Glenium produzieren. „Wir sind nun in der Lage, unsere Kunden schnell mit Zusatzmitteln für alle Zement- und Aggregat­stoffarten zu beliefern. Sei es in städtischen Gebieten Ostafrikas oder in weiter entfernten Baustellen auf dem Land“, sagte Dick Purchase, Leiter der regionalen Geschäftseinheit Construction Chemicals in Nahost, Westasien, den GUS-Ländern und Afrika.

Die Zusatzmittel der BASF ermöglichen die Herstellung von Beton mit höherer Festigkeit bei gleichzeitig längerer Verarbeitbarkeit. Dies ist in städtischen Gebieten wie Nairobi oder Kampala besonders wichtig, da der Transport des Betons zu den Baustellen aufgrund des dichten Verkehrs mehr Zeit beanspruchen kann.

Zement: Ein knappes Gut in Ostafrika

In der Bauchemie ist Kenia ein besonders starker Entwicklungsmarkt. „Das Wachstum in Schwellenmärkten ist ein wesentlicher Bestandteil der ‚We create chemistry‘-Strategie der BASF“, sagte Laurent Tainturier, BASF Senior Vice President GUS-Länder, mittlerer Osten und Afrika. „In diesem Zusammenhang streben wir mit unserer Afrika-Strategie eine Verdopplung der Umsätze auf dem Kontinent bis zum Jahr 2020 an. Die neue Produktionsanlage soll das Produktportfolio in der Region stärken und die Nachfrage nach Neubauten, langlebigen Infrastrukturen und höherer Energieeffizienz in der Bautechnik erfüllen“, fügte er hinzu.

Zement ist teuer und knapp in Ostafrika. Mit den BASF-Produkten kann er teilweise in Betonmischungen ersetzt werden. Außerdem bietet BASF Lösungen, um den Anforderungen von Zertifikaten über die Energieeffizienz von Gebäuden, wie beispielsweise LEED (Leadership in Energy and Environmental Design; Führerschaft in energie- und umweltgerechter Planung des U.S. Green Building Council) zu entsprechen.

Gute Anbindungen in Nairobi

Die Produktionsanlage befindet sich in der Mlolongo Region im Großraum Nairobi. Sie verfügt über eine gute Anbindung zum Straßennetz und dem Hafen in Mombasa. Dies ermöglicht es, Rohmaterialien zu erhalten und Kunden in Nairobi und Kenia sowie in den Nachbarländer Südsudan, Uganda, Ruanda und Tansania zu beliefern. BASF vertreibt seit 25 Jahren Produkte der Bauchemie auf dem ostafrikanischen Markt. Weitere Produktionsstandorte in Afrika befinden sich in Westonaria in Südafrika, Algiers in Algerien, Sadat City in Ägypten und Casablanca in Marokko.

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