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Während des laufenden Betriebs
Ohne Logistik keine Produktion – deshalb gibt es für die Hafenbetriebe in ihrer Gesamtheit auch keine Revisions-Stillstände. Alle Änderungen einschließlich derer an sicherheitsrelevanten Systemen müssen im laufenden Betrieb stattfinden – natürlich, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. In dieser Hinsicht war die Umstellung ein voller Erfolg, zumal der Systembus und damit die grundlegende Netzwerk-Infrastruktur in wesentlichen Teilen bereits existierten. Auch die Zeitsynchronisation mit dem Leitsystem ist kein Problem, weil sie zentral über diesen gemeinsamen Bus erfolgt.
Die Flexibilität von Prosafe-RS hinsichtlich der Betreiberanforderungen offenbart sich beim Blick auf das Netzwerkkonzept: Vor einigen Jahren setzte Infracor darauf, die Steuereinheiten möglichst nahe der Messwarte zu konzentrieren. Als später auch in der Nähe der Betriebsanlagen neue Schalträume in bestehenden Gebäuden eingerichtet werden konnten, folgte ein Paradigmenwechsel.
„Aufgrund der unmittelbaren Systembus-Anbindung der S-SPS ist es unerheblich, wo diese lokalisiert ist“, erläutert Thomas Schindler, Engineering Principal Operations bei Yokogawa Deutschland. Und die Flexibilität wächst: Nach dem jüngst erfolgten Upgrade auf das Release 2.03 bietet die Online-Erweiterbarkeit deutlich mehr Möglichkeiten. Das hohe Maß an Datenintegration zwischen Leitsystem und PLT-Schutzeinrichtung vereinfacht den Austausch von Status- und Diagnoseinformationen für Systemkomponenten und ermöglicht ein integriertes Alarmmanagement. Gerade darauf wollen die Hafenbetriebe künftig intensiver zurückgreifen, um die Arbeit in der Messwarte noch übersichtlicher und effizienter zu gestalten.
„Integriert, aber separat“, so beschreibt Schindler die Zusammenarbeit eines Yokogawa-Leitsystems mit Prosafe-RS. Die Integration bleibt rückwirkungsfrei auf den Informationsaustausch, denn Änderungen und Erweiterungen auf beiden Seiten haben keine negativen Auswirkungen auf das jeweils andere System. Damit stehen die Systeme im Einklang mit der Industrienorm IEC 61508 und der davon abgeleiteten IEC 61511 sowie den Namur-Empfehlungen 93 und 130.
Fazit
Ständiger Wandel gehört bei den Hafenbetrieben im Chemiepark Marl zum Tagesgeschäft: Neue Partner im Chemiepark, neue Produkte und andere Prozesse stellen die Logistik immer wieder vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Das nimmt auch die Automatisierungssysteme in die Pflicht. Sind Leitsystem und sicherheitsgerichtete Steuerung zuverlässig und dennoch flexibel, unterstützen sie den Betreiber effizient auf dem Weg zur Operational Excellence, die Yokogawa im Rahmen des Vigilant Plant-Konzepts anstrebt.
* Der Autor ist Inhaber des Redaktionsbüros für Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, Mülheim.
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