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Praxisbeispiel: Aktuelles Lanxess-Projekt
Aktuelles Projekt: Am Standort Lipezk wird das Lanxess Tochterunternehmen Rhein Chemie zukünftig Kautschukadditive und Trennmittel für die Märkte in Russland und der GUS produzieren. Baubeginn für die neue Anlage ist im Frühjahr 2012, die Produktion soll in der ersten Jahreshälfte 2013 starten. Bis zu 1500 Tonnen Kautschukzusätze sowie rund 500 Tonnen Trennmittel will das Unternehmen in Lipezk jährlich produzieren.
Die Produkte kommen vor allem für die Herstellung von Autoreifen sowie von technischen Gummiprodukten wie Schläuchen und Dichtungen zum Einsatz. 2016 soll das Werk dann um eine Produktionsstätte für Heizbälge erweitert werden, die bei der Reifenproduktion zum Einsatz kommen. Gesamtinvestition: rund fünf Millionen Euro.
Lipezk ist eine so genannte Sonderwirtschaftszone (SWZ); hier gelten Sonderregelungen wie:
- Befreiung von Vermögens- und Bodensteuer, vereinfachte Visumformalitäten, Kreditgewährung;
- Zollvergünstigungen für Ausrüstungsgüter bis zum Eintreffen in der SWZ;
- Allgemeine Sozialsteuer mit einem Vorzugssteuersatz von 14 Prozent anstatt 26 Prozent (nur für Hightech-SWZ);
- Gewinnsteuer 20 Prozent anstatt 24 Prozent;
- Schaffung der notwendigen Infrastruktur durch den Staat auf Kosten des öffentlichen Haushalts;
- günstiger Pachtzins für Grundstücke;
- staatliche Garantien für die getätigten Investitionen.
Fazit: Russland ist und bleibt ein attraktiver Markt für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Wer sich als Komponentenanbieter frühzeitig über neue und laufende Projekte informieren will, hat mit der Projekt-Datenbank GROAB eine gute erste Anlaufstelle.
* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.
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