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Alles aus einer Hand: Anlagenbau ohne störende Schnittstellen „Made in Germany“

| Autor: Dr. Jörg Kempf

Die Polycarbonat-Anlage in Ningbo/China ging 2015 erfolgreich in Betrieb. Sie arbeitet mit der phosgenfreien Polycarbonat-Technologie der EPC Group.
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Die Polycarbonat-Anlage in Ningbo/China ging 2015 erfolgreich in Betrieb. Sie arbeitet mit der phosgenfreien Polycarbonat-Technologie der EPC Group. (Bild: EPC Group)

Es gibt nicht viele Technologie- und Anlagenbauunternehmen, die auch die gesamte Bandbreite an Ingenieurleistungen abbilden können. Die EPC Group kann! PROCESS hat das innovationsstarke Thüringer Traditionsunternehmen besucht.

Mehr als 1000 Projekte in über 40 Ländern: diese Zahlen sprechen für sich – und für eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die mit Gründung der EPC Engineering & Technologies GmbH vor 23 Jahren ihren Anfang nahm. Heute plant und realisiert die EPC Group mit über 300 qualifizierten Mitarbeitern an acht Standorten in Deutschland weltweit Infrastrukturprojekte sowie schlüsselfertige Industrieanlagen und behauptet sich in einem hart umkämpften internationalen Wettbewerb.

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Ingenieurdienstleister mit Tradition

Das Erfolgsrezept gründet auf einer Strategie, die von Beginn an konsequent verfolgt wurde: Immer mit dem Ohr nah am Markt und am Kunden hat man sich frühzeitig breit aufgestellt, stets flexibel agiert und mit Weitblick immer alle wichtigen Kompetenzen ins Unternehmen geholt, die der Markt gerade fordert, sei es das Prozessdesign, der Rohrleitungsbau, die Mess- und Regeltechnik, die chemische Verfahrenstechnik oder der Bau der Infrastruktur. Getreu dem Motto: Für jede Ingenieurdienstleistung den passenden Ingenieur im eigenen Haus.

„Ende der 90er Jahre wurden wir von den Wettbewerbern dafür noch belächelt“, erinnert sich Jens Henkel, der zusammen mit Ulf, Tim und Nadine Henkel die Geschäfte des Familienunternehmens führt. „Ihr mit eurem Gemischtwarenladen hieß es damals – heute hat sich unser Anspruch, alles aus einer Hand anbieten zu können, längst bewährt. Mit uns hat der Kunde keine Schnittstellenprobleme, und so unglaublich es klingt: Wir haben noch zu keinem gesagt, dass wir ihm nicht helfen können.“

Vom reinen Ingenieurdienstleister zum Anlagenbauer und Technologie-Anbieter

Auf das Erfolgskonto zahlt zudem ein, dass sich die EPC Group in den vergangenen 20 Jahren vom reinen Ingenieurdienstleister zum Anlagenbauer und Technologie-Anbieter gewandelt hat. Aktuell können die Thüringer mit Stolz über 70 Technologien ihr eigen nennen, die u.a. zusammen mit Instituten, Universitäten und kleineren Unternehmen entwickelt wurden und werden. „Ein zentraler Schlüssel des Erfolgs“, betont Jens Henkel. Nur dank dieser Vielzahl an Technologien habe man dieses Wachstum hinlegen können – und stehe bis dato der aktuellen Nachfrageschwäche im internationalen Großanlagenbau gelassen gegenüber.

Die Familie Henkel steht für jahrzehntelange Erfahrung und eine große Begeisterungsfähigkeit für ingenieurtechnische Herausforderungen (v.l.n.r.: Ulf, Peter, Jens, Tim und Nadine Henkel).
Die Familie Henkel steht für jahrzehntelange Erfahrung und eine große Begeisterungsfähigkeit für ingenieurtechnische Herausforderungen (v.l.n.r.: Ulf, Peter, Jens, Tim und Nadine Henkel). (Bild: EPC Group)

Dabei sei es entscheidend, eine Technologie nicht nur in der Schublade vorzuhalten, bei Bedarf vorzuholen und so oft wie möglich zu verkaufen, sondern stetig Weiterentwicklungen voranzutreiben – was bei der EPC Group u.a. in speziellen Kompetenz-Centern geschieht. Gerade bei Neuentwicklungen sollte man jede einzelne Prozessstufe einmal im Technikum getest haben, so das Plädoyer von Jens Henkel. Auch sei man ständig auf der Suche nach neuen Partnern, animiert er vor allem innovative Start-ups zur Kontaktaufnahme.

Technologie-Beispiele

Zu den EPC-Technologien zählt z.B. die phosgenfreie Herstellung von Polycarbonat, bei der die anfallenden Nebenprodukte nahezu vollständig zur Rohstoffherstellung wiederverwendet werden können. Das Creasolv-Verfahren, als weiteres Beispiel, ermöglicht das Recycling jeglicher Art von Polystyrol-Abfällen – egal wie stark das Material verunreinigt ist, u.a. mit dem Flammschutzmittel Hexa­bromcyclododecan (HBCD). Solche Polystyrol-Abfälle mussten bisher in besonderen, zertifizierten Verwertungsanlagen kostenintensiv verbrannt werden.

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