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Projektmanagement Agilität will gelernt sein - egal ob klassisches oder modernes Unternehmensumfeld

| Autor / Redakteur: Patrick Schmid / Wolfgang Ernhofer

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“: Dieses eingängige Zitat von Heraklit von Ephesus bringt die Umwelt, in der sich jedes Unternehmen heutzutage befindet und mit der sich jedes Unternehmen konfrontiert sieht, auf den Punkt. Innerhalb einer jeden Organisation ist hierbei vor allem das Projektmanagement, welches sich oft in einem Spannungsfeld starrer und flexibler Strukturen bewegt, dem Wandel unterlegen. Viele Unternehmen stehen jedoch vor einer großen Frage: Welche Projekte lassen sich mit Hilfe agiler – und somit flexibler und moderner Methoden – steuern? Und wie werden agile Methoden im Projektmanagement erfolgversprechend angewandt?

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(Bild: PS Consulting)

Unter Agilität versteht man die Fähigkeit einer Organisation, sich flexibel und anpassungsfähig zu verhalten. Ein agiles Verhalten kann somit in unzähligen Situationen und Prozessen einer Organisation zustande kommen. Insbesondere jedoch im Projektmanagement, nimmt es eine zentrale Stellung ein. Denn Projekte als zeitlich begrenzte Aufgaben mit einem bestimmten Ziel, erfordern ein besonders hohes Maß an Agilität.

Für die Voraussetzung der Anwendung agiler Methoden in Unternehmen stellt sich zunächst die Frage: Kann man in Projekten in jedem Unternehmensumfeld agiler werden? Die klare Antwort hierzu lautet: Ja.

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Agile Methoden und Ansätze eigen sich sowohl für klassische als auch für moderne Unternehmensumfelder. Agile Methoden können inzwischen weit mehr, als nur die Entwicklung von Software verbessern. Diesbezüglich besteht kein Unterschied in der prinzipiellen Möglichkeit zum Einsatz agiler Methoden. Auch sind viele traditionelle Projektansätze verkrustet und unflexibel geworden, sodass für diese Unternehmen eine höhere Agilität überlebensnotwendig wird.

Verschiedene Projektarten und deren Eignung für agile Methoden

Im Hinblick auf verschiedene Projekte erfolgt jedoch eine klare Differenzierung. Hier ist es durchaus relevant, welche Eigenschaften ein Projekt mit sich bringt, um vollständig für die agilen Prinzipien geeignet zu sein. Es lassen sich grundsätzlich drei Formen von Projekten unterscheiden: klassische, agile und hybride Projekte.

Die klassischen Projekte sind gekennzeichnet durch vergleichsweise starre Strukturen. Schon in der Planung muss festgelegt sein, wie das Projekt verlaufen sollte. Mögliche spätere Änderungen und spontane Anpassungen sind nur sehr schwer bis gar nicht möglich. Das Ziel wird hier konkret definiert. Ein Beispiel ist der Hausbau. Bei einem Hausbau muss von vornherein das Fundament festgelegt und die Statik definiert werden etc. Spätere Änderungen und Anpassungen sind nur kostenintensiv, äußerst schwierig oder schlicht nicht möglich umzusetzen. Auch wenn die Bauphase sinnvoller klassisch abgewickelt wird, eignen sich agile Methoden doch sehr gut für andere Phasen, wie z.B. die Genehmigung und Planung des Projekts oder flexible Innenausbauten.

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