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Agile Projekte können als das Gegenteil zu klassischen Methoden gesehen werden. Hier herrscht eine hohe Anpassungs- und Änderungsmöglichkeit. Das Ergebnis des Projektes wird dabei zunächst nur grob festgelegt. Das Ziel im agilen Vorgehen: Es soll das bestmögliche Resultat erreicht werden, ohne viel Zeit und Aufwand „unnütz“ in langwierige Planungen und Abstimmungen zu investieren. Das beste Beispiel hierfür ist die Entwicklung einer Website. Diese wird formell und auch inhaltlich stetig weiterentwickelt und fortlaufend bestmöglich angepasst. Und sie ist in jeder Ausbaustufe bereits nutzbar und kann flexibel verändert und erweitert werden, je nachdem welche Anforderungen von den Kunden oder den Mitbewerbern kommen, oder welche neuen Ideen während der Implementierung entstehen.
Hybride Projekte hingegen stellen eine Mischform dar, die sowohl klassische als auch agile Eigenschaften haben. Beispielsweise können bei der Entwicklung einer neuen Maschine die Konstruktion und die Elektronikentwicklung klassisch erfolgen, während die Betriebssoftware agil entwickelt wird. Hierbei ist es jedoch besonders wichtig, die Schnittstellen und Abstimmungszeitpunkte klar zu definieren.
Als Hilfe, ob ein Projekt für den agilen Ansatz geeignet ist, können folgende drei Fragen eine effektive Hilfestellung bieten:
- 1. Kann das Endprodukt des Projekts während oder nach der Umsetzung einfach geändert oder angepasst werden?
- 2. Lassen sich Teile des Endprodukts schon während des Projektverlaufs ausliefern und durch den Kunden nutzen?
- 3. Lässt sich das Endprodukt nur schwierig definieren oder ist der Aufwand für die vollständige Definition unverhältnismäßig hoch im Vergleich zum Entwicklungsaufwand?
Können alle drei Fragen mit „ja“ beantwortet werden, so eignet sich das Projekt bestens für den agilen Ansatz. Bei einer teilweisen Zustimmung der Fragen, kann der hybride Ansatz in Frage kommen. Bei keiner Übereinstimmung empfiehlt sich der klassische Ansatz.
Agile Methoden: Scrum und Kanban
Eine weitbekannte Methode in der agilen Softwareentwicklung stellt Scrum dar. Kennzeichnend für die Methode ist vor allem die Bildung eines festen Teams, das sich in Vollzeit einer bestimmten Aufgabe widmet. Dabei arbeitet das Team in einem festen Rhythmus von etwa 2-4 Wochen mit einem strikten Ablauf, den sogenannten „Sprints“. In jedem Sprint erfolgen die Auswahl, Planung, Entwicklung, Test und Freigabe von Einzelaufgaben. Dabei werden die Anforderungen laufend priorisiert. Diese werden hierbei nicht gleichzeitig implementiert, sondern es erfolgt zunächst nur die Abwicklung der wichtigsten Aufgaben, welche in dem Zeitraum eines Sprints auch vollständig abgearbeitet werden können.
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