TA-Luft-konforme Armaturen Abdichtsysteme und ISO 15848 / TA-Luft: Wie Sie Emissionen mindern

Autor / Redakteur: Markus Häffner / Dr. Jörg Kempf

Die TA-Luft ist in der deutschen und auch in der europäischen Prozessindustrie als Garant hochwertiger Spindelabdichtungen bekannt. Doch welche Garantie hat der Anwender durch eine TA-Luft-konforme Armatur wirklich, und was steckt eigentlich hinter der relativ neuen Norm ISO 15848?

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5-fach Ventilblock der neuen ISO FE - Serie
5-fach Ventilblock der neuen ISO FE - Serie
(Bild: Armaturenfabrik Franz Schneider)

Die TA-Luft ist die erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA-Luft). Sie wurde am 30. Juli 2002 veröffentlicht und trat damit zum 1. Oktober 2002 in Kraft. Das 239 Seiten umfassende Schriftstück macht nur im Kapitel 5.2.6.4 eine Aussage über die Abdichtung von Spindeldurchführungen. Hiernach gilt die TA-Luft als erfüllt, wenn metallische Faltenbälge mit nachgeschalteter Sicherheitsstopfbuchse oder gleichwertige Dichtsysteme verwendet werden, wobei die Gleichwertigkeit im Nachweisverfahren entsprechend VDI 2440 (Ausgabe November 2000) bestätigt werden muss.

In der VDI 2440 wird nur das Dichtsystem der Spindel-/Wellenabdichtung behandelt, nicht aber die komplette Armatur. Die Problematik der Prüfung nach TA-Luft/VDI 2440 ist, dass wichtige Prüfanforderungen wie die Anzahl der Schaltzyklen und der Temperaturzyklen, nicht konkret vorgegeben werden. Vorgaben wie „...bei Drücken, Temperaturen und Spindel- bzw. Wellenbewegungen, die die Betriebsbedingungen abdecken, ...“ lassen großen Spielraum für die Prüfungsdurchführung zu. Auch unter Fachleuten werden diese Vorgaben immer wieder unterschiedlich interpretiert.

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