TA-Luft-konforme Armaturen

Abdichtsysteme und ISO 15848 / TA-Luft: Wie Sie Emissionen mindern

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Durch die Spezifikation einer Armatur nach ISO 15848 ergeben sich für den Anwender folgende Vorteile:

  • Armaturen unterschiedlicher Hersteller können anhand der Klassifizierung direkt miteinander verglichen werden.
  • Die komplette Armatur entspricht den Anforderungen. Dies trifft insbesondere auch für das hochbelastete Spindelgewinde bei Nadelventilen zu. Die TA-Luft behandelt lediglich das Dichtsystem der Spindeldurchführung.
  • Durch die vorgegebenen mechanischen und thermischen Lastzyklen ist sichergestellt, dass die Dichtelemente auch nach mehreren Aufheiz- und Abkühlphasen eine ausreichende Dichtheit gewährleisten.
  • Die Dichtheitsklasse „A“ lässt eine um den Faktor zehn kleinere Leckagerate zu als die TA-Luft bei Temperaturen kleiner 250 °C.

Nach ISO 15848 geprüfte Armaturen werden mit den erreichten Kategorien gekennzeichnet. Eine Übersicht über die möglichen Klassifizierungen finden Sie auf process.de (siehe PROCESS Plus).

Zukunft der ISO 15848

Zurzeit wird die ISO 15848 hauptsächlich für Prozessventile verwendet. Aufgrund der oben beschriebenen Vorteile, ist jedoch der Trend zu erkennen, dass dieser ISO-Standard auch in breitem Umfang auf Armaturen für die Mess- und Regeltechnik angewendet wird. Mit den zunehmenden Anforderungen an den Umweltschutz wird in den nächsten Jahren eine deutlich größere Nachfrage nach ISO 15848-Armaturen erwartet. Nachdem die ISO-Norm erst nur im Öl- und Gasbereich Anwendung fand, gewinnt diese nun auch zunehmend Bedeutung in der chemischen Industrie.

Aktuell ist die ISO 15848-1 in der Umfrage zur Überarbeitung. Es liegen Änderungsvorschläge vor, die hohen Anforderungen stellenweise zu reduzieren. Beispielsweise existiert ein Vorschlag, die Ausdauerklasse CO1 von 500 auf 205 Zyklen zu reduzieren und die Dichtheitsklasse „A“ um eine Zehnerpotenz, auf das Niveau der TA-Luft, anzupassen. Ob diese Änderungswünsche jedoch zur Umsetzung kommen, ist zurzeit noch ungewiss.

Dass die derzeit hohen Anforderungen jedoch erreichbar sind, zeigt die neue Schneider ISO FE-Serie.

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