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Industrie 4.0: Smarte Sensoren und Antriebe ABB macht den Antriebsstrang smart: Neue Industrie-4.0-Sensoren für Lager

| Redakteur: Dominik Stephan

Nach Motoren und Pumpen wollen die Automatisierer jetzt auch Lager ins Internet der Dinge holen. Längere Laufzeiten, vorausschauende Wartung und reduzierte Stillstandszeiten sind dabei nur einige der Versprechen, mit denen das Unternehmen für die Intelligenz im Antriebsstrang wirbt. Die Möglichmacher dabei: Smarte Sensoren und ABBs Mobility Plattform.

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ABB präsentierte „smart sensing“-Lösungen erstmals zur Hannover Messe 2016- damals noch auf Motoren beschränkt.
ABB präsentierte „smart sensing“-Lösungen erstmals zur Hannover Messe 2016- damals noch auf Motoren beschränkt.
(Bild: ABB)

Die Produktion wird smart: Vernetzte Feldgeräte und intelligente Sensoren sollen die Anlage ins Industrie-4.0-Zeitalter katapultieren. Ganz vorne mit dabei sind naturgemäß die Automatisierungs- und MSR-Spezialisten. So hat alleine ABB nach eigenen Angaben über 70 Millionen vernetzte Feldgeräte und 70.000 Leitsysteme mit der firmeneigenen Ability-Plattform verbunden. Dabei macht die Vernetzung auch vor Antrieben und Motoren nicht halt: Hat es einen Stromanschluss, kann es auch vernetzt werden, scheint die Devise. Bisher nicht direkt als Intelligenzbolzen in der Anlage glänzen konnten allerdings Komponenten, die ohne Strom und Automatisierung einfach nur ihre Arbeit verrichten. Zum Beispiel Lager.

Dabei kommen z.B. in Fördereinrichtungen, schnell hunderte dieser zuverlässigen Arbeitspferde zum Einsatz. Und auch klassische Antriebsstränge sind häufig ohne Roll- oder Kugellager nicht denkbar. „Alle Teile des Powertrain sind wichtig und werden gebraucht“, gibt auch Jonas Spoorendonk, Digital Portfolio Manager Motors & Generators bei ABB, zu bedenken. Und er muss es wissen – immerhin ist der schwedisch-schweizerische Automatisierungsriese mit der Traditionsmarke Dodge seit 2011 auch einer der führenden Anbieter von Stehlagern mit jahrzehntelanger Erfahrung. Tatsächlich sagt Spoorendonk selbstbewusst „Wir wissen über Lagerschäden genauso viel wie über Umrichter und Motoren.“ Damit die Anlagenbetreiber bald genauso viel über ihre Lager in der Anlage wissen, rollt ABB seine Smart-Sensoren nach Motoren und Pumpen nun auch auf Lager aus. Damit, so sieht es Spoorendonk, soll künftig eine Art Gesundheitscheck für Lager möglich werden.