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German Water Partnership 9. GWP-Jahreskonferenz mit Themenmischung nah am Puls der Zeit

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Mitte Mai trafen sich die Mitglieder der German Water Partnership in Berlin zur 9. Jahreskonferenz. Mit rund 170 Teilnehmern und 17 Fachausstellern ist die Veranstaltung bei Gästen und Mitgliedern wieder gut angekommen. Was waren die Highlights?

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Key Note-Speaker Staatssekretär Gunther Adler (BMUB) sieht sein Ministerium als Wegbegleiter von GWP.
Key Note-Speaker Staatssekretär Gunther Adler (BMUB) sieht sein Ministerium als Wegbegleiter von GWP.
(Bild: GWP)

Berlin – Sowohl die Vorstellung verschiedener Zielregionen mit ihren Konzepten und Perspektiven als auch die Gestaltung der acht Fachforen mit Experten- und Diskussionsrunden, Präsentationen und Best Practice-Vorträgen boten einen differenzierten und umfassenden Einblick in die Arbeit der GWP.

„Inhaltlich verbindet uns sehr viel, wir haben viele gemeinsame Themen“, lautete einer der einleitenden Sätze von Staatssekretär Gunther Adler, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Bereits zum dritten Mal war Adler Keynote Speaker auf der Jahreskonferenz – und das „sehr gerne“. Die internationale Wasserwirtschaft ist ein zentrales Thema im Ministerium und das Engagement mit und für GWP ist groß und vielfältig.

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„Wir sehen uns als Wegbegleiter von German Water Partnership, zum Beispiel auf Delegationsreisen, auf der Ifat, auf der Singapur International Water Week oder bei Blue Planet“, so Adler. Besonders hob er die jüngsten, auch gemeinsamen Aktivitäten im Iran hervor und betonte, dass in den Gesprächen mit der iranischen Regierung stets das „Made in Germany“ besonders gefragt war. Er appellierte an die Unternehmen, ihr anspruchsvolles Know-how mit Selbstbewusstsein in den Iran zu exportieren.

Vielfältiges Engagement in den Zielregionen

„Mit den Länderforen, respektive den Zielregionen, wurde ein Instrument geschaffen, das es ermöglicht, nach den Anforderungen des jeweiligen Ziellandes individuell angepasste wasserwirtschaftliche Lösungen zu erarbeiten, Gemeinschaftsprojekte anzustoßen und langfristige Kontakte aufzubauen.“ So steht es auf der GWP-Internetseite und so wird es auch gelebt: Die Länderforenleiter/Stellvertreter von fünf Zielregionen haben das am ersten Konferenztag mit ihren Präsentationen in eindrucksvoller Weise dokumentiert. Sie stellten Konzepte und Perspektiven für Indien, Iran, Ägypten/Jordanien, Südostasien und die Türkei vor, schufen so ein Gesamtbild über den Status der jeweiligen Zielregion und repräsentierten damit auch das langjährige Engagement von vielen Menschen.

In der anschließenden Diskussion unter Leitung von Vorstandsmitglied Hubertus Soppert wurde einmal mehr deutlich, wie viel Einfluss die politische Situation auf die Aktivitäten in den Ländern nimmt, inwieweit die Finanzierungsfrage eine Bremswirkung hat, wo Zielregionen „voneinander lernen können“ und welche Hemmnisse es zu bewältigen gibt.

Geschäftsführer Michael Prange forderte abschließend die Konferenzteilnehmer zur aktiven Teilnahme an den Länderforen, die von der Geschäftsstelle unterstützt werden, auf.

Hohe Aktualität in den Fachforen

Nach der Keynote von Christoph Beier, Stellvertretender Vorstandssprecher der GIZ, bestimmten acht Fachforen den zweiten Tag der Jahreskonferenz. Die Fachforen „Innovative Finanzierungsmechanismen für internationale Projekte im Wassersektor“ (Moderation: Dieter Ernst), „Wasser und Energie“ (Moderation Marcus Neppl), „Industriewasserwirtschaft“ (Moderation: Gerd Sagawe), „Innovation und Wissenschaft“ (Moderation: Sven-Uwe Geißen), „Wasser 4.0“ (Moderation: Carsten Schaffer) und „Die Schlüssel zum Erfolg: Betreiber-Know-how und Capacity Development“ (Moderation: Dieter Ernst) spiegelten Arbeit und Inhalte der GWP-Arbeitskreise wider. Analog zu den „Zielregionen“ des Vortages wurde auch hier ein Gesamtbild über den Status der jeweiligen Arbeitskreise gezeichnet und das langjährige Engagement mit Daten und Fakten repräsentiert.

Die beiden Fachforen „Wasserwirtschaft in der Landwirtschaft“ und „Wasserwirtschaftliche Maßnahmen in Flüchtlingsgebieten“ schließlich gewährten den Blick auf zunehmend „brennende“ und sehr aktuelle Themen. Sehr beeindruckend war hier der Vortrag von Ana Dujic, Auswärtiges Amt, über „Wasserwirtschaftliche Bedürfnisse, Anforderungen und Chancen in Flüchtlingsgebieten“.

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