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Wegen Krebserkrankung 3400 US-Klagen gegen Dupont

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Ein US-Gericht hat Dupont dazu verurteilt, 5,1 Millionen US-Dollar an einen US-Bürger zu zahlen, weil dieser durch Kontakt mit einer Chemikalie aus der Teflon-Herstellung an Hodenkrebs erkrankt sei. Wie jetzt die Nachrichtenseite diepresse.com bekannt gab, ist dies kein Einzelfall. 3400 ähnliche Klagen gegen den Chemiekonzern müssen vor Gericht verhandelt werden.

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Dupont machte bereits vor wenigen Monaten durch Fusionsgespräche mit Dow auf sich aufmerksam.
Dupont machte bereits vor wenigen Monaten durch Fusionsgespräche mit Dow auf sich aufmerksam.
(Bild: Dupont)

Frankfurt – Nach fünfwöchigen Verhandlungen fällten die Geschworenen im US-Bundesstaat Ohio das Urteil. Allerdings soll nicht Dupont die Kosten übernehmen, sondern das kürzlich abgespaltene Unternehmen Chemours. Hier ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Chemours will Dupont bei der Frage nach der Haftung widersprechen.

Der Vorwurf an Dupont geht auf den Stoff Perfluoroctansäure (PFOA) zurück, auch bekannt als C-8. Das Chemieunternehmen soll die Chemikalie jahrzehntelang bei der Teflon-Herstellung in einem Werk im US-Bundesstaat West Virginia eingesetzt haben. Dabei war die Giftigkeit von C-8 stets bekannt. PFOA wurde bereits im Grundwasser nachgewiesen. Viele Anrainer, die an einer von C-8 ausgelösten Krankheit leiden, haben deshalb Klage gegen Dupont eingereicht.

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