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Jubiläum 200 Jahre Sicherheitsventile von Leser

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Leser hat kürzlich seinen 200. Geburtstag gefeiert. Was im Jahr 1818 in Hamburg begann, ist mittlerweile zu ein Weltbetrieb aufgestiegen. Mit inzwischen mehr als 800 Mitarbeitern ist die Hamburger Firma mit ihren Produktionswerken in Hohenwestedt, im indischen Paithan und im chinesischen Tianjin einer der größten Hersteller von Sicherheitsventilen in Europa.

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Die Leser-Fertigung in Hohenwestedt
Die Leser-Fertigung in Hohenwestedt
(Bild: Leser)

Hamburg – Im Jahr 1818 machte sich der in Klosterneuburg bei Wien geborene Georg Wittmann in Hamburg als Gelbgießer selbständig. Seine adoptierten Söhne Georg, Theodor, Ferdinand und Wilhelm Leser führten die Firma nach seinem Tod 1870 als Gebr. Leser G. Wittmann Nachfolger fort. In Hohenwestedt produziert Leser nach 200 Jahren Betriebszeit über 100.000 Sicherheitsventile pro Jahr. Die Fertigungswerke im indischen Pathain und chinesischen Tianjin versorgen mit 25.000 gefertigten Ventilen die lokalen Märkte in Indien und China.

Das Unternehmen ist ausschließlich auf Sicherheitsventile spezialisiert, aber kein fertiges Produkt gleicht dem anderen. Im Gegensatz zu gängigen Industriearmaturen sind Sicherheitsventile abhängig von den Einsatzbedingungen der verschiedenen Anlagen wie abzuführendem Massenstrom, Ansprechdruck, Temperatur, Medium aber auch den Einbaubedingungen wie Materialien oder Verrohrungen. Mit seinen Produkten und Services bietet Leser Lösungen für alle Bedarfsfälle, egal ob Großprojekte, MRO (Maintenance Repair and Overhaul) Anfragen oder eine Auslieferung innerhalb von 24h mit der Notfalllieferkette „Fast Track“.

Bereits seit Jahrzehnten investiert Leser den Großteil seines Gewinns in die Weiterentwicklung des Unternehmens. Die umfangreichsten Investitionen der letzten Jahre waren der Aufbau des Fertigungs- und Vertriebsstandortes in Tianjin (6 Millionen Euro), der Ausbau des deutschen Produktionsstandortes Hohenwestedt (7,3 Millionen Euro) und der Neubau des Leser-Kontors als Firmensitz in Hamburg (22 Millionen Euro). Zusammen mit dem Ausbau der internationalen Vertriebskanäle wird mit diesen Maßnahmen die Basis für den weiteres Geschäftswachstum in neuen Märkten und mit neuen Produkten gelegt. Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen aber auch den aufkommenden Themen der Digitalisierung und der Industrie 4.0, angefangen bei der Auswahl und dem Einkauf eines Sicherheitsventiles, über den eigentlichen Betrieb bis hin zu Wartung und des Asset Managements. Kunden nutzen schon heute die Web-Services wie Auftragsstatus, Zugang zu Zertifikaten, Ventilbezogene Stücklisten, EDI-Anbindung oder die Software-unterstützte Auslegung von Sicherheitsventilen.

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