Pumpen-Forum 2022 Worauf es beim Condition Monitoring ihrer Pumpe wirklich ankommt

Von Anke Geipel-Kern

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Die Pumpe ist das Herz der Prozessanlage, heißt es immer. Doch was ist wenn die Pumpe stottert, zu viel Energie frisst oder das Ersatzteil nicht beikommt? Ungeplante Reparaturen oder gar Stillstände können den Pumpeningenieur ganz schön ins Schwitzen bringen. Vorausschauend zu handeln und Probleme zu erkennen, bevor sie auftreten wird deshalb immer wichtiger. Wer in Sachen Condition Monitoring wissen will was momentan technologisch angesagt ist, ist dieses Jahr auf dem Pumpen-Forum in Würzburg genau richtig.

Eine Technikerin und ihr Kollege in der Produktion
Eine Technikerin und ihr Kollege in der Produktion
(Bild: visoot - stock.adobe.com)

Lagerschäden, Kavitation, Unwucht, Fehlausrichtung, elektromechanische Motorfehler und, und, und – was einer Pumpe im Betrieb zu schaffen machen kann, ist nicht gerade wenig. Im Idealfall hört der erfahrene Pumpeningenieur welches Problem seine Pumpe gerade hat. Aber was ist, wenn der Mitarbeiter, der seine Pumpe schon Jahrzehnte kennt, sich in den Ruhestand verabschiedet. Und überhaupt, wäre es nicht besser zu wissen, wo es klemmt, bevor es klemmt und der Betrieb lahm gelegt wird.

Wer hier zustimmend nickt sollte sich auf jeden Fall die Förderprozessforen am 26. und 27. September und hier vor allem das Pumpen-Forum im Vogel Convention Center vormerken. Hier dreht sich nämlich vieles um Condition Monitoring, vorausschauende Wartung und neue Lösungen, die dem Betreiber in den Prozessindustrien das Leben einfacher machen.

DAS PUMPEN-FORUM 2022

Das Pumpen-Forum im Rahmen der Förderprozess-Foren vom 26. bis 27. September 2022 ist die Expertenplattform für Pumpen, Kompressoren und Systeme. Sammeln Sie als Betreiber wertvolle Erfahrungen bei der Veranstaltung, um teure Reparaturen und Produktionsausfälle zu vermeiden. Im Vordergrund stehen dabei auch konkrete Anwendungsfälle aus dem Berufsalltag der Teilnehmenden.

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Vorausschauendes Handeln wird vor dem Hintergrund steigender Energie-, Material- und Personalkosten immer wichtiger. Auch das Bestreben, nachhaltig zu produzieren, verlange ein Umdenken im Anlagenbetrieb – mit Konsequenzen für den Betrieb eines jeden Aggregats, sagt Dr. Christan Brehm Product Manager Digital Solutions bei Seepex.

Digitale Förderlösungen der Zukunft

Die neuen Anforderungen nehmen Betriebseffizienz, Arbeitsweisen und Anlagenflexibilität in den Blick und verlangen neue Ansätze:

  • Veränderte Arbeitsprozesse: Steigende Komplexität und Fachkräftemangel verlangen das Auslagern von Aufwänden und die Unterstützung von Lieferanten und Dienstleistern;
  • Vorausschauende Wartung und Betriebsoptimierung, bedingt durch Zeit- und Kostendruck;
  • Digitalisierung von Produktionsanlagen – insbesondere auch im Hinblick auf Betrieb und Wartung – eröffnet neue Möglichkeiten, diesen geänderten Anforderungen nachzukommen und die Gesamtlebenszykluskosten (TCO) zu reduzieren.

In seinem Vortrag auf den Förderprozessforen am 26. und 27. September im Vogel Convention Center in Würzburg greift Brehm die drei Trends sowie die entsprechenden Anforderungen auf und zeigt, wie sich mit modularer Automation, intelligenten Feldgeräten und digitalisierten Anlagen Planung, Betrieb und Wartung verändern werden und wie die Betriebskosten unter diesen geänderten Bedingungen reduziert werden können.

Mit intelligenten Sensoren zu mehr Sicherheit im Pumpenbetrieb

Um die Anforderungen an Effizienz, Prozesssicherheit und Transparenz erfüllen zu können, ist Condition Monitoring ein wichtiges Werkzeug und ohne Sensoren, die in die Pumpe hinein horchen geht es nicht.

Wie intelligente Sensorik pneumatische Membranpumpen fit für IOT und Condition-Monitoring macht – darum geht es im Vortrag von Hendrik Schuhmacher, Entwicklungs- und Konstruktionsleiter bei Timmer.

Schon heute kann die reine Ausgabe von Hubsignalen zur Prozessführung genutzt werden. Die intelligente Verarbeitung und Auswertung dieser Signale ermöglichen jedoch einen deutlich größeren Nutzen, wie dieser Vortrag zeigt: So können z.B. fortlaufend Erkenntnisse über die Pumpe und den Produktions-Prozess gewonnen werden.

Condition Monitoring auf Basis realer Betriebslasten

Wenn Maschinen oder Anlagen sich nicht so verhalten, wie es ursprünglich geplant war, liegt das häufig daran, dass die realen Belastungen nicht mit den angenommenen übereinstimmen. Verfrühte und unvorhergesehene Ausfälle mit ungeplanten Stillständen sind die kostspielige Folge aus dem fehlenden Wissen über die realen Belastungen. Die Erfassung der realen Daten stellt jedoch häufig eine große Herausforderung dar, da raue Bedingungen viele Sensoren an ihre Grenzen bringen.

In seinem Vortrag „Condition Monitoring auf Basis realer Betriebslasten durch smarte Sensorkomponenten am Beispiel einer Förderschnecke.“ erklärt Dr.-Ing. Sven Vogel, Business Development Manager bei Core Sensing, wie das Unternehmen seine Sensortechnologie einsetzt. Die Sensoren sind in das Innere von Komponenten integriert und somit vor dem schädigenden Einfluss der rauen Bedingungen, zum Beispiel abrasiven Medien, geschützt.

So wird eine dauerhafte Messung der Betriebslasten über den gesamten Nutzungszeitraum ermöglicht. Am Beispiel einer Förderschnecke für die Beschickung eines Drehrohrofens zeigt Vogel, wie Kraft-, Biegemoment-, Drehmoment- und Temperatursensoren während der Fertigung an mehreren Positionen entlang der Förderschnecke integriert werden können, welche Schritte und Anpassungen hierfür nötig waren und wie die Messergebnisse für die Vorhersage des Ausfalls genutzt werden.

Ganzheitliche und herstellerunabhängige Online-Überwachung von Pumpen

Im Vortrag von Marcus Müllenberg, Digital Transformation Business Development Manager von Emerson Process Management dreht sich alles um verschiedene Möglichkeiten zum Condition Monitoring für Pumpen und drehende Aggregate. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick, wie die Lösung vom Sensor über die Datenanalyse bis hin in übergeordnete Plattformen integriert werden kann, um als Anwender von einem Mehrwert zu profitieren. Eine Übersicht zeigt, welche IoT-Sensoren/Messgeräte es nach dem NAMUR-NOA-Modell gibt und wo diese bestmöglich eingesetzt werden können. Praxisbeispiele verschiedener erfolgreicher Installationen runden den Vortrag ab.

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Die Teilnehmer lernen auch mehr über die integrierten Edge-Funktionalitäten kennen, die es ermöglichen, auch ohne detailliertes Fachwissen Fehlerinformationen in Klartext zu erhalten, um so entsprechende Wartungsmaßnahmen einleiten bzw. einplanen zu können. Schließlich erfahren die Teilnehmer, wie die gewonnen Daten sinnvoll in einer Analyseplattform genutzt werden können, wie diese Plattform aussieht und was die Features sind.

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