Anbieter zum Thema
Achema-Neuigkeiten
Auf der Achema präsentierte Bartec das Remote I/O-System Antares plus. Das System kann mit verschiedenen Bussystemen an jede gängige Steuerung angeschlossen werden. Es ist nach den aktuellen Richtlinien Atex und IECEx zertifiziert und wird direkt im Ex-Bereich in der Zone 1+2 oder Zone 21+22 installiert. Dank des intelligenten Zulassungskonzeptes ist es erstmalig gelungen, eine flexible Systemzulassung zu erwirken. Der Anlagenbauer kann nun sein System selbst frei planen und gestalten und nach den allgemeinen Installationsverfahren für explosionsgefährdete Umgebungen in ein mechanisch geschütztes Standard-Industriegehäuse einbauen.
Ein Ex-Systemtypenschild ist im Lieferumfang des Herstellers enthalten. Bis zu 32 mehrkanalige Module können über eine einzige Rail Control Unit (RCU) versorgt werden, woraus sich eine sehr hohe Anzahl von Input/Output-Kanälen ergibt. Die RCU ist die zentrale Einheit des Systems mit Hostkommunikation, Ethernet-Switch, Powermanagement und I/O-Datenverwaltung. Durch die Unterstützung zahlreicher offener Kommunikationsstandards vom vollständig redundanten Profibus bis zu Ethernet-Standards ist eine komfortable Integration gewährleistet. Zudem können Standard-Bussysteme direkt an das System angekoppelt werden, auf zusätzliche explosionsgeschützte Komponenten (Trennverstärker) kann verzichtet werden. Das System ist hot-swap-fähig, der Wechsel von Modulen ist im laufenden Betrieb des Systems unter Spannung möglich.
Sichere Wege mit Dart
Mit dem Dart-Konzept (Dynamic Arc Recognition and Termination) wurde als erstes in der Feldbusinfrastruktur ein Paradigmenwechsel angestoßen. Der Dart-Feldbus überwindet die Einschränkungen von Fisco oder Entity-Feldbussystemen und erlaubt Arbeiten im laufenden Betrieb ohne Heißarbeitserlaubnis, redundante Stromversorgungen mit Lastverteilung, den Einsatz längerer Kabel und einer größeren Anzahl an Feldgeräten und benötigt einen geringeren Platzbedarf im Schaltschrank.
Bei normalem Betrieb liefert die Dart-Stromversorgung elektrischen Strom mit voller Nennleistung, viermal so viel wie bei normaler Eigensicherheit. Sensorik, die sich in der Dart-Stromversorgung und in den Dart-Segment-Protectors befindet, erkennt einen Funken im elektrischen System sofort und schaltet es ab, noch bevor die freigesetzte Energie einen sicherheitskritischen Wert erreicht.
An- und Abklemmvorgänge verursachen ein Dart-Ereignis in einem Strom-führenden Segment. Deshalb wird Funkenbildung in einem Dart-Stromkreis als „Normalbetrieb“ betrachtet. Nach nur wenigen Millisekunden schaltet die Dart-Stromversorgung wieder ein – der Feldbus läuft unterbrechungsfrei. Dart-Stromversorgungen und Dart-Segment-Protectors arbeiten immer zusammen und stellen den Dart-Schutz für den Trunk bereit.
„Insbesondere bei elektrisch leitfähigen Stäuben kann Dart helfen, Applikationen zu vereinfachen – solche, die wegen ihrer Leistungsaufnahme einer anderen, meist kostenintensiven und aufwändigeren Schutzart bedürfen. Beispiele könnten sein: Ventil- oder Klappensteuerungen, aber auch akustische Signale oder die Beleuchtung“, führt Hennecke aus. Hier sind jetzt die Hersteller gefragt, die entsprechenden Lösungen zu schaffen.
Die neuen Konzepte der Dart-Technologie kommen bei Herstellern wie Anwendern gut an. „Mit der Zertifizierung von Komponenten stellt eine unabhängige und autorisierte Institution sicher, dass das alles in der Praxis funktioniert“, führt Hennecke aus. Für Dart war hier die PTB federführend, und das sorgt für Akzeptanz. Die Eigensicherheit schreibt Designregeln und Verhaltensweisen vor, die den Schutz sicherstellen.
(ID:34325940)