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Fatale Fehleinschätzung
Gefährdungen im Zusammenhang mit gefährlichen explosionsfähigen Staub-Luftgemischen beginnen häufig mit dem Nichterkennen der Gefahr. „Die Gründe bei Betreibern von verfahrenstechnischen Anlagen dafür sind oft das Fehlen von Fachpersonal (Experten), die eine mögliche Gefährdung richtig und vollständig einschätzen“, so Experte Karthe. Weiterhin fehlen nach seiner Erfahrung oft von den gehandhabten Stoffen/Stäuben/Schüttgütern die Stoffeigenschaften mit explosionstechnischen Kennzahlen. In der Regel ist es so, dass, wenn die Gefährdungsbeurteilungen mit den Stoffeigenschaften im Zusammenhang mit der erforderlichen Verantwortung im Unternehmen vorhanden sind, auch typische Anwenderfehler vermieden werden. „Dann erfolgt eine korrekte Betriebsführung von Anlagen mit technischen und organisatorischen Maßnahmen“, so Karthe.
Die einfachste und sicherste Methode ist das Vermeiden einer gefährlichen explosionsfähigen Staubatmosphäre überhaupt (primärer Explosionsschutz). Hier kommen moderne Absaug- und Filtersysteme zum Einsatz, welche für den jeweiligen Einsatz geeignet sind. „Immer dichtere Apparatetechniken führen jedoch zu einer immer geringeren staubenden Umgebung der Anlagen“, so die Bilanz von Karthe. Um in verfahrenstechnischen Anlagen die Staubexplosionsgefahr noch besser feststellen zu können, werden inzwischen sehr oft sensible Messverfahren zur Bestimmung der UEG (untere Explosionsgrenze) eingesetzt. Natürlich kommen die bisher bekannten Maßnahmen, wie z.B. die Anwendung der Schutzprinzipien/Zündschutzarten und die Anwendung von Maßnahmen zum konstruktiven Explosionsschutz, zum Einsatz.
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