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Brände bekämpfen
Abluftsysteme stellen sicher, dass kein explosives Gemisch aus Luft und verdampfter Flüssigkeit entsteht. Aktive Schutzvorkehrungen – wie die zuvor genannten – empfehlen sich unbedingt für die Chemiebranche. Besonders bei Neubauprojekten sollte auf diese Maßnahmen Wert gelegt werden. Sprinkleranlagen sind sehr effektiv, da sie schnell ausbreitende Feuer zügig kontrollieren und somit ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile verhindern. Sprinkler verschaffen der Werksfeuerwehr und den externen Rettungskräften vor allem Zeit.
Jedoch benötigt jeder Betrieb individuelle Lösungen, z.B. was die Wahl der geeigneten Anlage betrifft. Ist die Wassermenge eines Systems für die freigesetzte Wärme aus brennbaren Flüssigkeiten zu klein bemessen, verdampfen die Wassertropfen bevor sie die brennende Flüssigkeit erreichen. Daher empfiehlt sich eine umfassende Risikoanalyse, mit der u.a. das Gefahrenpotenzial brennbarer Flüssigkeiten analysiert wird, die im Betrieb gelagert und verarbeitet werden.
Ein Process-Safety-Management-Programm gibt Sicherheitsverantwortlichen weitreichende Befugnisse und garantiert die regelmäßige Überprüfung der Prozesssicherheit besonders bei Änderungen und neuen Anlagen. Regelmäßige Schulungen sensibilisieren die Mitarbeiter für einen sicheren Umgang mit den eingesetzten Gefahrenstoffen. Notfallteams, -pläne und -übungen sind bei Störungen essenziell, damit im Schadenfall strukturiert, schnell und gezielt gehandelt wird.
Risiken in der Chemieindustrie werden bleiben. Doch eine systematische Entwicklung von Schutzmaßnahmen und die rechtzeitige Identifikation von Gefahrenquellen tragen zur Sicherheit und zum Erfolg des Unternehmens bei.
* * Der Autor ist Senior Account Engineer der chemischen Operation bei FM Global Deutschland, Frankfurt/M. Kontakt: Tel. +49-69-15406-0
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